Faustschläge, Schicksalsschläge: der Literaturclub im März

  • Dienstag, 13. März 2018, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 13. März 2018, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 14. März 2018, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 14. März 2018, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 14. März 2018, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 15. März 2018, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 15. März 2018, 12:45 Uhr, SRF info
    • Freitag, 16. März 2018, 9:55 Uhr, SRF info
    • Samstag, 17. März 2018, 14:10 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und – als Gast – die Comedienne Hazel Brugger diskutieren über «Moonglow» von Michael Chabon, «Der Boxer» von Szczepan Twardoch, «Von dieser Welt» von James Baldwin und «Von Vögeln und Menschen» von Margriet de Moor.

Gastkritikerin Hazel Brugger bringt «Moonglow» von Michael Chabon mit in die Runde. Zudem diskutiert der Club den gefeierten Roman «Der Boxer». Autor Szczepan Twardoch habe sein Heimatland Polen auf die Landkarte der Gegenwartsliteratur zurückgeholt, meinen viele Kritiker. James Baldwins autobiografischen Debüt-Roman «Von dieser Welt» haben die Teilnehmer der Runde in einer neuen Übersetzung entdeckt. Und das neue Werk der Niederländerin Margriet de Moor «Von Vögeln und Menschen» ist eine spannende Geschichte über drei starke Frauen.

Beiträge

  • «Moonglow» von Michael Chabon (Kiepenheuer & Witsch)

    Michael Chabon ist einer der ausgezeichneten zeitgenössischen Autoren der USA. Seine Fabulierlust und unerschöpflicher Einfallsreichtum haben ihm bereits den Pulitzer-Preis eingebracht, für seinen Roman «Die unglaublichen Abenteuer von Kavelier und Clay». In seinem neuen Werk «Moonglow» erzählt er die abenteuerliche Geschichte seines Grossvaters. So behauptet er jedenfalls - und spielt dabei mit dem literarischen Trend zum biografischen Schreiben. Geht dieses Verwirrspiel um Fiktion und Authentizität auf? Oder hat sich Michael Chabon mit seiner überbordenden Erzählung vergaloppiert?

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  • «Der Boxer» von Szczepan Twardoch (Rowohlt Berlin)

    Szczepan Twardoch, so meinen viele Kritiker, hat Polen auf die Karte der Weltliteratur zurückgeholt. Sein neuester Roman «Der Boxer» ist ein historischer Thriller, ein Gangster-Roman. Ein alter Offizier, der in Israel lebt, erinnert sich an seine Jugendjahre in Warschau. Er blickt zurück ins Jahr 1937, zwei Jahre vor der Machtergreifung der Nazis. Twardoch nimmt die Leser mit in die Warschauer Unterwelt, in einen Kosmos der Gewalt, der Verführung und des Verrats. Sind seine expliziten Gewaltdarstellungen dabei eine literarische Notwendigkeit? Oder schildern sie Gewalt ihrer selbst willen?

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  • «Von dieser Welt» von James Baldwin (dtv)

    James Baldwin war eine zentrale Stimme der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und ist Vorbild für zahlreiche Künstlerinnen und Künstler heute. Nun ist sein erstes literarisches Werk in einer Neuauflage wiederzuentdecken: seinen Roman «Von dieser Welt» beendete er Anfang der 1950er im Schweizer Bergdorf Leukerbad, als er für mehrere Jahre vor dem Rassismus in den USA nach Europa geflohen war. Darin beschreibt Baldwin äusserst wortmächtig die Rassendiskriminierung und die Geschichte eines sensiblen Jungen, der ausbricht. Ist der erste Roman bereits ein Höhepunkt von Baldwins Werk?

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  • «Von Vögeln und Menschen» von Margriet de Moor (Hanser)

    Margriet de Moor ist die Grande Dame der niederländischen Literatur. Sie studierte Klavier und Gesang, bevor sie sich erst spät dem Schreiben zuwandte. Dass sie Musikerin ist, merkt man ihrer Literatur jedoch stets an. Ihr neuester Roman «Von Vögeln und Menschen» trägt kriminalistische Züge. Sein Ausgangspunkt: Eine Frau kommt ins Gefängnis, weil sie einen Mord gestanden hat, den sie nicht begangen hat. Ist das ein Krimi über die Alltäglichkeit des Verbrechens? Ein Roman über einen Justizirrtum? Ein modernes Märchen?

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Meeresroman» von Petri Tamminen, mare (Elke Heidenreich), «Was ist der Mensch in Berlin?» von Alfred Kerr, Aufbau (Philipp Tingler), «Sunday Sketching» von Christoph Niemann, Knesebeck (Hazel Brugger), «Das Klavier auf dem Schillerstein» von Getrud Leutenegger, Nimbus (Nicola Steiner)