Hart auf hart: Der Literaturclub im März

  • Dienstag, 3. März 2015, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 3. März 2015, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 4. März 2015, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 4. März 2015, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 5. März 2015, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 5. März 2015, 12:40 Uhr, SRF info
    • Samstag, 7. März 2015, 14:05 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Christine Lötscher und Philipp Tingler diskutieren im März über Martin Suter: «Montecristo», Milan Kundera: «Das Fest der Bedeutungslosigkeit», T.C. Boyle: «Hart auf hart», Anne Weber: «Ahnen» und über Lydia Tschukowskaja: «Untertauchen».

Der Literaturclub diskutiert die wichtigen Bücher im März: Ein Videojournalist auf Spurensuche im neuen Roman von Martin Suter «Montecristo», Vier Männer auf ihrem Streifzug durch Paris begleitet Milan Kundera in seinem ersten Roman nach vierzehn Jahren. T.C. Boyle erkundet die dunkle Seite der USA zwischen Freiheitsanspruch und Verfolgungswahn in «Hart auf hart». Anne Weber schreibt das Tagebuch der Zeitreise zu ihrem Urgrossvater. Und: Lydia Tschukowskaja ist im Winter 1949 in einem russischen Sanatorium für Künstler und erzählt vom Terror unter Stalin.

Beiträge

  • «Montecristo» von Martin Suter (Diogenes)

    Jonas Brand ist Videojournalist, aber er träumt von Höherem. Ein Filmprojekt ist in der Schublade: «Montecristo», die Geschichte von Verrat, Betrug und später Rache. Als sein Zug auf einer Reise plötzlich gewaltsam zum stehen kommt, beginnt eine Geschichte aus dem wahren Leben. Draussen liegt ein Toter. Jonas Brand verfolgt eine Spur.

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  • «Hart auf hart» von T.C. Boyle (Hanser)

    Zwei amerikanische Aussenseiter treffen zufällig aufeinander und bleiben zusammen: Adam, der Einsiedler und Waffennarr und Sarah, die im Staat und seinen Institutionen nur den Feind sieht. Freiheitsanspruch und Verfolgungswahn verbinden beide. Eine leidenschaftliche Liaison beginnt, bis Sarah merkt, dass Adam es sehr ernst meint mit seinem Kampf allein gegen alle. T.C. Boyles Gesellschaftsroman ist auch ein Thriller.

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  • «Das Fest der Bedeutungslosigkeit» von Milan Kundera (Hanser)

    Vier Männer auf einem Streifzug durch Paris. Als sie ein elegantes Fest besuchen, beginnt eine Unterhaltung über Politik, Erotik und andere Themen. Es gibt Gespräche über die Erotik des Bauchnabels, über Stalins Witze und über eine Sprache, die es gar nicht gibt. Milan Kunderas erster Roman nach vierzehn Jahren.

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  • «Untertauchen» von Lydia Tschukowskaja (Dörlemann)

    Die Ich-Erzählerin Nina Sergejewna verbringt im Winter 1949 einige Wochen in einem Erholungsheim für Schriftsteller. Hier kann sie untertauchen und bleibt doch verfolgt von ihren Erinnerungen an die Jahre des Terrors unter Stalin. Sie fühlt sich angezogen von Bilibin, der an einem Buch über jene Zeit schreibt. Nina hofft auf die Wahrheit, doch es wird eine Fälschung. Zehn Jahre hatte Lydia Tschukowskaja an ihrem Roman geschrieben, der 1972 zum ersten Mal in einem New Yorker Verlag erschien.

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  • «Ahnen» von Anne Weber (S. Fischer)

    Anne Weber schreibt auf Deutsch und Französisch. Ihr neues Buch erscheint in beiden Sprachen: «Ahnen» ist die Spurensuche nach ihrem Urgrossvater Florens Christian Rang, der im Buch Sanderling heisst. Es ist eine Zeitreise durch deutsche Geschichte zu einem Mann, den sein Freund Walter Benjamin, als den «tiefsten Kritiker des Deutschtums seit Nietzsche» bezeichnete.

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Liebe ist Quatsch» von Hans Henny Jahnn, Hoffmann & Campe Verlag (Elke Heidenreich) / « Ein kleiner und kleiner werdender Reiter. Spuren einer Kindheit » von Elisabeth Binder, Amato Verlag (Christine Lötscher) / «Tucholsky. Ein deutsches Leben» von Rolf Hosfeld, Siedler Verlag (Philipp Tingler) / «Gedichte» von Anna Achmatowa, Suhrkamp Verlag (Nicola Steiner)