Hier ist noch alles möglich: Der Literaturclub im August

  • Dienstag, 28. August 2018, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 28. August 2018, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 29. August 2018, 2:25 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 29. August 2018, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 29. August 2018, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 30. August 2018, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 30. August 2018, 9:54 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 30. August 2018, 12:08 Uhr, SRF info
    • Freitag, 31. August 2018, 10:03 Uhr, SRF info
    • Samstag, 1. September 2018, 14:05 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Hildegard Keller, Raoul Schrott und – als Gast – der Architekt Peter Zumthor diskutieren über «Der lange Winter» von Giovanni Orelli, «Heimkehr» von Thomas Hürlimann, «Hier ist noch alles möglich» von Gianna Molinari und «Asymmetrie» von Lisa Halliday.

Thomas Hürlimanns Roman «Heimkehr» erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich nach einem Unfall in der Schweiz plötzlich in einem neuen Leben in Sizilien wiederfindet. Die US-Amerikanerin Lisa Halliday verarbeitet in «Asymmetrie» ihre Beziehung mit dem in diesem Jahr verstorbenen Schriftsteller Philip Roth. In Gianna Molinaris preisgekröntem Debütroman soll eine Nachtwächterin eine Fabrik vor einem streunenden Wolf retten. Gast Peter Zumthor hat Giovanni Orellis «Der lange Winter» ausgesucht. Der Roman wird neu aufgelegt und schildert die Bedrohung eines Tessiner Bergdorfs durch eine Lawine.

Gast der Sendung ist der Architekt Peter Zumthor.

Beiträge

  • «Heimkehr» von Thomas Hürlimann (S. Fischer)

    Zwölf Jahre sind seit der Veröffentlichung von Thomas Hürlimanns letztem Roman vergangen. Der Schweizer Schriftsteller hat mit einer schweren Krankheit gekämpft. Nun erscheint sein «Lebensbuch» – und beginnt mit einem Unfall. Auf einer Brücke über einen Schweizer See rast ein Mann namens Heinrich Übel in ein Geländer. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich an einem sizilianischen Strand und erkennt sich kaum wieder. Hat sich die Welt um ihn herum verändert oder ist er selbst ein anderer geworden? Ist Hürlimanns «Heimkehr» ein Abenteuerroman? Oder ein Roman über das Sterben?

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  • «Asymmetrie» von Lisa Halliday (Hanser)

    Diesem Buch ist in diesem Herbst Aufmerksamkeit sicher: Die US-amerikanische Autorin Lisa Halliday beschreibt in ihrem Debutroman ihre «Love Story» mit dem in diesem Jahr verstorbenen Schriftsteller Philip Roth. Sie war damals 25, der ewige Nobelpreis-Kandidat über 70. Der zweite Teil des Buches führt in völlig neue Gefilde und beschreibt das Leben eines jungen Doktoranden zwischen dem Irak und der USA. Überwiegt beim Lesen der Voyeurismus, den Halliday mit ihrem Schlüsselroman bedient? Oder bietet der Roman mehr: zwei ungleiche, asymmetrische Geschichten von hohem literarischen Reiz?

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  • «Der lange Winter» von Giovanni Orelli (Limmat)

    Ein Tessiner Bergdorf wird eingeschneit und wegen Lawinengefahr evakuiert. Der Schriftsteller Giovanni Orelli hat den Lawinenwinter 1951 als 23-jähriger erlebt und daraus den Stoff für seinen ersten Roman gemacht. Ohne Pathos und mit feinsinniger Sprache beschreibt er die Bedrohung und zugleich die Schönheit der Natur. Das Buch wird neu aufgelegt, und «Literaturclub»-Gast Peter Zumthor hat es für die Sendung ausgewählt. Fasziniert Giovanni Orellis Erstling, der seinen Ruf begründet hat, die Leser auch nach einem halben Jahrhundert?

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  • «Hier ist noch alles möglich» von Gianna Molinari (Aufbau)

    Die junge Schweizer Autorin Gianna Molinari erzählt in ihrem Erstling von einer Frau, die als Nachtwächterin in einer fast stillgelegten Fabrik arbeitet. Sie ist mit rätselhaften Dingen konfrontiert. Ein Wolf soll sich auf dem Firmengelände herumtreiben. Ein afrikanischer Flüchtling, der sich im Fahrwerk eines Flugzeuges versteckt hatte, fällt erfroren mitten in der Schweiz vom Himmel. Es ist ein Buch über Wahrnehmung, über Räume und Grenzen. Molinari hat schon mehrere Preise gewonnen und ist Anwärterin auf den Deutschen Buchpreis. Was macht ihren Roman so reizvoll?

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Kurzes Buch über das Sterben» von Andrzej Stasiuk, Suhrkamp (Peter Zumthor) / «Ich schicke meinen Schatten voraus» von Marina Zwetajewa, Suhrkamp (Hildegard Keller) / «Wimpern und Asche» von Mirko Bonné, Schöffling (Raoul Schrott)

  • Raoul Schrott präsentiert Mirko Bonnés Gedicht «Changning»

    Der Lyriker und Literaturwissenschaftler Raoul Schrott präsentiert bei jedem seiner Auftritte im Literaturclub einen Gedichtband. Ganz nach dem Motto: Jeder Tag ohne ein Gedicht ist ein verlorener Tag. Diesmal hat er den Gedichtband «Wimpern und Asche» des deutschen Dichters Mirko Bonné im Gepäck. Es sind sinnliche, weltläufige Gedichte, in denen der Autor etwa Eindrücke seiner Auslandsreisen beschreibt. Bonnés Texte sind so gut durchdacht und gebaut, dass Raoul Schrott an einem Beispiel zeigen will, was Gedichte alles «können».

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