Houellebecq und andere Klassiker: Der Literaturclub im Februar

  • Dienstag, 12. Februar 2019, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 12. Februar 2019, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 13. Februar 2019, 1:20 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 13. Februar 2019, 11:25 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 13. Februar 2019, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 14. Februar 2019, 3:15 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 14. Februar 2019, 12:40 Uhr, SRF info
    • Heute, 10:05 Uhr, SRF info
    • Morgen, 14:05 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Philipp Tingler, Laura de Weck und – als Gast – der Literaturkritiker Andreas Isenschmid sprechen über «Serotonin» von Michel Houellebecq, «Die einzige Geschichte» von Julian Barnes, «Ich weiss, warum der gefangene Vogel singt» von Maya Angelou und «Effi Briest» von Theodor Fontane.

Jeder neue Roman des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq sorgt zuverlässig für Aufregung. Wie provokant ist «Serotonin»? Der englische Romancier Julian Barnes legt «Die einzige Geschichte» vor und beschreibt lebenslange Folgen einer ersten Liebe. Kristen Roupenians Text «Cat Person» ist der meistgeteilte Text der letzten Jahre im Netz. Was hat es damit auf sich? Mit der US-amerikanischen Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou ist eine grosse literarische Stimme zu entdecken. Und: was hat der Klassiker «Effi Briest» von Fontane für unsere aktuelle Gegenwart zu bieten?

Gast der Sendung ist der Literaturkritiker Andreas Isenschmid.

Beiträge

  • Michel Houellebecq: «Serotonin» (DuMont)

    Michel Houellebecq gilt als grosser Provokateur der französischen Literatur. Mit der düsteren Parabel «Unterwerfung» hat er zuletzt Aufmerksamkeit erregt. Die Geschichte um einen islamischen Präsidenten Frankreichs erschien am Tag der Anschläge auf das Magazin «Charlie Hebdo». Der neue Roman «Serotonin» wird in Frankreich gefeiert. Unverblümt schwelgt Houellebecq in politisch unkorrektesten Tönen. Die Bewegung der Gelbwesten scheint zudem prophetisch vorweggenommen. Ist der Autor von «Elementarteilchen» damit auf der Höhe seines Schaffens? Was hat der neue Houellebecq literarisch zu bieten?

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  • Kristen Roupenien: «Cat Person» (Blumenbar)

    Die Journalistin und Autorin Kristen Roupenien veröffentlichte im Magazin «New Yorker» eine Kurzgeschichte über einen missglückten One-Night-Stand. «Cat Person» traf offenbar einen Nerv, denn sie wurde in den sozialen Netzwerken über 2 Millionen Mal «geteilt». Roupenien beschreibt auf treffende Weise die Kommunikation zwischen den Geschlechtern unter digitalen Bedingungen. Was hat es mit diesem Phänomen auf sich? Lohnt eine Lektüre der weiteren Stories von Roupenien, die gerade erschienen sind?

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  • Julian Barnes: «Die einzige Geschichte» (Kiepenheuer&Witsch)

    «Würden sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden – oder weniger lieben und weniger leiden?» So beginnt der britische Romancier Julian Barnes seine Erzählung «Die einzige Geschichte» und beschreibt Glück und Schmerz einer grossen Liebe. Es ist die Geschichte des 19-jährigen Tom und der 48-jährigen Susan. Susan hat im England der 60er Jahre den Mut, für ihre grosse Liebe ihren griesgrämigen Ehemann zu verlassen und nach London durchzubrennen. Julian Barnes möchte mit dieser Geschichte beschreiben, dass die erste Liebe ewig prägt. Wie zeigt er das «Absolutistische und Autonome» jener Liebe?

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  • Maya Angelou: «Ich weiss, warum der gefangene Vogel singt»

    Sie selbst nannte sich gern «Entertainerin». In ihrer Heimat USA ist die Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou eine Legende. Ihr grösster literarischer Erfolg «Ich weiss, warum der gefangene Vogel singt» ist jetzt neu zu entdecken. Darin erzählt Maya Angelou berührend von schwieriger Kindheit und Jugend: von traumatischen Erlebnissen in den Jahren der Rassentrennung. Sie berichtet von einer Vergewaltigung und ihrem Verstummen danach, von ihrer Schwangerschaft als 16-Jähriger. Warum ist Maya Angelou im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannt geblieben?

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  • Theodor Fontane: «Effi Briest» (verschiedene Verlage)

    Vor 200 Jahren wurde der deutsche Schriftsteller Theodor Fontane geboren. Philipp Tingler hat für die Diskussion im «Literaturclub» den Roman «Effi Briest» ausgesucht. Die Geschichte um die 17-jährige Effi Briest, die in die Ehe mit einem älteren Mann gedrängt wird, ist vielen als Schullektüre verhasst. Dabei lässt sich dieser Fontane-Klassiker gerade in Zeiten von Debatten wie «MeToo» neu lesen.

  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Sechs Essays» von Hannah Arendt, Wallstein (Andreas Isenschmid), «Nach der Flut das Feuer» von James Baldwin, dtv (Philipp Tingler), «Willkommen in Amerika» von Linda Boström Knausgård, Schöffling (Laura de Weck), «Bekenntnisse einer Maske» von Yukio Mishima, Kein & Aber (Nicola Steiner)