Perspektivenwechsel: Der Literaturclub im November

  • Dienstag, 15. November 2016, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 15. November 2016, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 16. November 2016, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 16. November 2016, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 16. November 2016, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 17. November 2016, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 17. November 2016, 12:40 Uhr, SRF info
    • Freitag, 18. November 2016, 10:05 Uhr, SRF info
    • Samstag, 19. November 2016, 14:05 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Martin Ebel, Christine Lötscher und als Gast Denis Scheck diskutieren im November über Ian McEwan: «Nussschale», Sabine Gruber: «Daldossi oder Das Leben des Augenblicks», Christoph Ransmayr: «Cox oder der Lauf der Zeit» und über Gerhard Falkner: «Apollokalypse».

Der Literaturclub diskutiert die wichtigen Bücher im November:

In seinem neuesten Roman erzählt der britische Bestseller-Autor Ian McEwan die gegenwärtige Zeit aus der Perspektive eines Fötus. Die Südtiroler Autorin Sabine Gruber sieht die Welt mit den Augen eines Kriegsfotografen, der nach Hause zurückkehrt und sich im zivilen Leben nicht mehr zurechtfindet. Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr erzählt vom britischen Uhrmacher Alister Cox, der für den Kaiser von China Automatenuhren bauen soll. Und der erste Roman des deutschen Lyrikers Gerhard Falkner beschreibt einen Selbsterfahrungsrausch im wilden Berlin der 80er und 90er Jahre.

Gast der Sendung ist der Literaturkritiker Denis Scheck.

Die Bücher der Sendung sind:

  • «Nussschale» von Ian McEwan (Diogenes)
  • «Daldossi oder Das Leben des Augenblicks» von Sabine Gruber (C.H. Beck)
  • «Cox oder der Lauf der Zeit» von Christoph Ransmayr (S. Fischer)
  • «Apollokalypse» von Gerhard Falkner (Berlin Verlag)

Beiträge

  • «Nussschale» von Ian Mc Ewan (Diogenes)

    «Hier bin ich, kopfüber in einer Frau»: Die Perspektive macht den Reiz des neuesten Roman von Ian McEwan aus. Der britische Bestseller-Autor lässt einen Fötus im Mutterleib über sein kommendes Leben nachdenken. Schnell merkt dieser kuriose Erzähler, dass er Zeuge eines Mordes in der eigenen Familie werden soll. So entspinnt sich ein Krimi-Plot mit deutlichen Bezügen zu Shakespeares «Hamlet». Gelingt es McEwan literarisch überzeugend umzusetzen, was er selbst «eine unwiderstehlich alberne Idee» genannt hat?

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  • «Cox oder der Lauf der Zeit» von Christoph Ransmayr (S.Fischer)

    Christoph Ransmayr ist der Weltreisende unter den deutschsprachigen Erzählern – seine Romane sind grosse Expeditionen. In seinem neuen Werk schickt er den englischen Uhrmacher Alister Cox an den Hof des Kaisers von China zur Zeit der Qing-Dynastie. Er soll für ihn Uhren bauen, die das subjektive Empfinden der Zeit messen können – in der Kindheit, in der Liebe, im Sterben. Kommt Ransmayr mit diesem existenziellen Märchen zur Vollendung seines Schaffens? Oder neigt er mit einer allzu kunstvollen Sprache diesmal eher zum Kunsthandwerk?

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  • «Daldossi oder Das Leben des Augenblicks» von Sabine Gruber

    Die Welt aus der Optik eines Kriegsfotografen beschreibt die Südtiroler Autorin Sabine Gruber in ihrem beklemmend realitätsnahen Roman. Bruno Daldossi ist ein Haudegen, der unzählige Bilder aus Tschetschenien, Irak oder dem Sudan publiziert hat. Nun, mit über 60, ist er im Kampf mit sich selbst und seinem «Leben im Frieden». Als ihn seine langjährige Partnerin verlässt, mischen sich in die Trauer um die Liebe, Fragen nach dem Leid in der Welt. Wie gehen wir damit um? Was können Bilder leisten? Und wie schuldig machen sich ein Fotograf und alle, die seine Bilder vom Krieg konsumieren?

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  • «Apollokalypse» von Gerhard Falkner (Berlin Verlag)

    Der erste Roman des deutschen Lyrikers Gerhard Falkner beschreibt einen Selbsterfahrungsrausch im wilden Berlin der 80er und 90er Jahre – der Stadt, die ein «ausserplanmässiges Existieren» ermöglicht. Auf diesem sprachgewaltigen Sex-und Drogen-Trip werden unzählige Themen berührt. Dabei gelingen Falkner auf engbeschriebenen 430 Seiten viele leuchtende Stadtbeschreibungen. Hat Gerhard Falkner den überfälligen mythologischen Berlin-Roman geschrieben? Oder schiesst sein Held in seiner Dauererregtheit übers Ziel hinaus?

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Das Leben und Sterben der Flugzeuge» von Heinrich Steinfest, Piper (Denis Scheck) / «Im Bernstein der Balladen» von Wolf Biermann, Propyläen (Martin Ebel) / «Wölfe» von Petra Ahne und Judith Schalansky, Matthes & Seitz (Christine Lötscher) / «Else Lasker-Schüler» von Meike Fessmann, Deutscher Kunstverlag (Nicola Steiner)

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