Zeitreise: Der Literaturclub im Oktober

  • Dienstag, 11. Oktober 2016, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 11. Oktober 2016, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 12. Oktober 2016, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 12. Oktober 2016, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 12. Oktober 2016, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 13. Oktober 2016, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 13. Oktober 2016, 12:45 Uhr, SRF info
    • Freitag, 14. Oktober 2016, 10:05 Uhr, SRF info
    • Samstag, 15. Oktober 2016, 14:05 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Rüdiger Safranski, Philipp Tingler und als Gast Raoul Schrott diskutieren im Oktober über Christian Kracht: «Die Toten», Martin Mosebach: «Mogador», Connie Palmen: «Du sagst es» und über Tim Parks: «Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen».

Der Literaturclub diskutiert die wichtigen Bücher im Oktober: Muss ich das lesen? Und wenn ja, warum? In seinem neuen Buch stellt der britische Autor Tim Parks Fragen nach dem Woher und Wohin jeder Lektüre. Christian Kracht ist in «Die Toten» zwischen Deutschland, Japan und Kalifornien unterwegs. Im Zentrum des Geschehens: ein Japaner und ein Schweizer Filmregisseur. In Martin Mosebachs neuem Roman zieht es einen Ex-Banker auf der Flucht vor der Polizei an die marokkanische Atlantikküste. Eine gefährliche Reise nach «Mogador». Und: Connie Palmen. Die niederländische Autorin erzählt von der tragischen Beziehung zwischen Sylvia Plath und Ted Hughes und sie deutet sie neu, aus seiner Sicht.

Gast der Sendung ist der Lyriker und Schriftsteller Raoul Schrott

Die Bücher der Sendung sind:

  • «Die Toten» von Christian Kracht (Kiepenheuer & Witsch)
  • «Mogador» von Martin Mosebach (Rowohlt)
  • «Du sagst es» von Connie Palmen (Diogenes)
  • «Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen» von Tim Parks (Kunstmann)

Beiträge

  • «Die Toten» von Christian Kracht

    Jeder neue Roman des Schriftstellers Christian Kracht wird erwartet wie ein Ereignis. Sein neues Werk «Die Toten» handelt von der Filmindustrie der frühen 30er Jahre. Es spielt in Japan, aber auch in Berlin und Hollywood und unter zahlreichen Berühmtheiten und historischen Gestalten – darunter Charlie Chaplin und der Filmtheoretiker Siegfried Kracauer. Krachts Hauptfigur ist der erfundene Schweizer Filmregisseur Emil Nägeli. Er wird nach Japan geschickt mit dem Auftrag, eine deutsch-japanische «zelluloidene Achse» zu errichten, um dem US-Kulturimperialismus entgegenzutreten.

  • «Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen», Tim Parks

    Einige Romane hat der englische Autor Tim Parks schon vorgelegt. Doch nun wechselt er die Seite und befasst er sich in seinem neuen Buch mit dem Lesen selbst: Sollen wir jeden Roman zu Ende lesen? Was sind die Beweggründe, dass wir zu leidenschaftlichen Lesern werden? Gibt es das «gute Buch»? In Essays und Anekdoten wirft er Fragen auf nach dem «Woher» und «Warum» jeder Lektüre – wie sie auch jedes Mal aufs Neue im «Literaturclub» gestellt werden.

  • «Du sagst es» von Connie Palmen

    Die tragische Liebe dieses Dichterpaares brachte Weltliteratur hervor: Die Amerikanerin Sylvia Plath und der Engländer Ted Hughes haben sich einander ausgesetzt und bis zur Zerstörung geliebt. Im Winter 1962 nahm sich Sylvia Plath das Leben und wurde postum zur Ikone des Feminismus. Ted Hughes wurde in der öffentlichen Wahrnehmung zum Schurken, der seine begabte Frau unterdrückt und betrogen habe. Nun «entlastet» ihn die niederländische Autorin Connie Palmen und macht in ihrem Roman «Du sagst es» Ted Hughes zum Ich-Erzähler dieser grausamen Liebesgeschichte.

  • «Mogador» von Martin Mosebach

    «Mogador» ist deutscher Wirtschaftskrimi und marokkanisches Märchen zugleich. Der Schriftsteller Martin Mosebach lässt in seinem neuen Roman einen Düsseldorfer Investmentbanker nach einem Millionenbetrug in die faszinierend-irritierende Welt einer Stadt an der marokkanischen Atlantikküste fliehen. Es ist eine Reise ins Ungewisse, auf der Martin Mosebach in gepflegtester Sprache fremde Welten kollidieren lässt.

  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Frederick» von Perikles Monioudis, dtv (Raoul Schrott) / «Die Vegetarierin» von Han Kang, Aufbau (Philipp Tingler) / «Das Café der Existenzialisten» von Sarah Bakewell, C.H.Beck (Rüdiger Safranski) / «Grosse Liebe» von Navid Kermani, Hanser (Nicola Steiner)