Margrit Schriber: Die Vielgeliebte meines Mannes

In ihrem 19. Roman betritt Margrit Schriber neues literarisches Terrain: «Die Vielgeliebte meines Mannes» ist eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte, Comic und Entwicklungsroman: Rosy wird Zeugin, wie ihr umschwärmter Mann den Chormädchen den Kopf verdreht und auch sonst über die Stränge haut.

Porträt einer älteren Frau
Bildlegende: Marc Wyss

Rosy hatte sich ihr Eheleben schon ganz anders vorgestellt: Schwer verliebt folgt sie dem schönen Bohemien Charly in ein kleines Dorf, weil dieser dort als Organist und Chorleiter arbeitet. Aber statt eines Honeymoons erwarten sie dort rachsüchtige Teenager und ein langweiliger Job als Sekretärin. Und als auch noch die reiche Madame Benz auf den Plan tritt, läuft die junge Beziehung endgültig aus dem Ruder

Mit sarkastischem Humor und grosser Beobachtungsgabe erzählt Margrit Schriber von einem schicksalshaften Sommer irgendwo in der Schweiz. Dass dahinter auch ein Stück eigene Biografie steckt und warum sie Figuren mag, die Träume verwirklichen wollen - davon erzählt Margrit Schriber im Gespräch mit Luzia Stettler.

Buchhinweis:
Margrit Schriber. Die Vielgeliebte meines Mannes. Nagel & Kimche, 2020.

Autor/in: Luzia Stettler