Eine anstrengende Woche

Auf die schnelle und lockere Tour läuft in dieser Woche nichts. Mars bewegt sich immer langsamer, was sich anfühlt wie Sand im Getriebe. Gleichzeitig macht sich Saturn, der Planet der Widerstände, am Himmel stark. Auch er fordert ein langsames und gründliches Vorgehen.

So müssen wir uns jetzt um Details kümmern, oder vielleicht auch um unsere Mitmenschen. Die allgemeine Stimmung ist ernsthaft; Oberflächlichkeit verträgt es nicht. Wir haben im Moment nicht so viel Sinn für Humor, dafür umso mehr Tiefsinn, um wichtigen Fragen auf den Grund zu gehen.

Formulieren wir unsere Botschaften aber so, dass sie auch ankommen. Der Kommunikationsplanet Merkur steht isoliert im strengen Steinbock: Da ist es nicht so leicht, mit anderen in Kontakt zu treten. Wichtig ist auch, dass wir uns an die Regeln halten - zum Beispiel im Strassenverkehr, sonst gibt's gleich eine Busse. Auf Nachsicht bzw. Flexibilität können wir jetzt nicht hoffen, denn die Kommunikationssterne zeigen sich von der sturen Seite. Deshalb sollten wir uns auch nicht wundern, wenn wir immer wieder die gleichen Argumente hören.

Hohen Ansprüchen genügen

Im Beruf wartet vermutlich ein Berg Arbeit auf uns. Es steht eine anstrengende Woche in den Sternen, und wenn wir nicht diszipliniert ans Werk gehen, werden wir sofort ermahnt.

Die Sonne gelangt ins Spannungsfeld von Saturn, der alles auf Herz und Nieren prüft und feststellt, was wir gut gemacht haben und was nicht. Für Fehler müssen wir nun geradestehen und auch die nötigen Konsequenzen ziehen. Saturn ist sozusagen die «kosmische Prüfinstanz», die den Tarif durchgibt. Entweder erkennen wir selber, was wir in Zukunft besser machen können, oder wir bekommen vom Chef neue Vorgaben.

Unter der Regie des strengen Saturn gibt es oft Autoritätskonflikte, und Kritik kommt reichlicher als Lob. Es ist also nicht unbedingt eine ideale Woche für ein Gespräch mit dem Chef. Die Ansprüche sind hoch -  und wenn sie nicht von unseren Mitmenschen formuliert werden, dann setzen wir uns vielleicht selber unter Druck. Unnötig schwer machen müssen wir es uns aber auch nicht: Selbstkritik ist sicher gut, zu viel davon aber lähmend.

Unsicherheit in Herzensfragen

Die Liebesgöttin Venus läuft seit Samstag durch das hochsensible Sternzeichen Fische und trifft dort auf den Planetoiden Chiron. Deshalb sind wir jetzt sehr empfindlich und reagieren auf feinste Schwinungen mit grossen Gefühlen. Das kann durchaus angenehm oder sogar berauschend sein - zum Beispiel, wenn gerade jemand unser Herz verzaubert.

Weil die Liebssehnsucht so gross ist, verlieben wir uns jetzt schnell. Leider sind wir aber auch anfällig für Täuschungen und können uns nicht unbedingt auf unser Gefühl verlassen. Es lohnt sich deshalb, kritische Bemerkungen von Freunden nicht einfach in den Wind zu schlagen. Unter den verwirrenden Sternen kann es sein, dass wir einen geliebten Menschen idealisieren und störende Faktoren völlig ausblenden.

Es kann aber auch genau das Gegenteil passieren: dass wir so verunsichert sind, dass wir an der Liebe unseres Partners zweifeln und unsere eigene Attraktivität in Frage stellen. Das Selbstwertgefühl leidet im Moment etwas - deshalb werden wir entweder schnell schwach oder wir fühlen uns schwach. Das ist ein vorübergehender Zustand - lassen wir uns also nicht verrückt machen, und seien wir nachsichtig mit unseren Schwächen.

Monica Kissling alias Madame Etoile