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Mission B - für mehr Biodiversität
Aus Biodiversität vom 22.02.2020.
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Für mehr Biodiversität «Mission B» geht in die zweite Runde – So macht ihr mit

Gemeinsam mit euch haben wir letztes Jahr fast eine Million Quadratmeter naturnahe Fläche geschaffen. Jetzt starten wir ins zweite «Mission B»-Jahr für mehr Biodiversität. Hier erfährt ihr alles über das Projekt «Mission B», was wir schon erreicht haben und wie ihr mitmachen könnt.

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«Mission B»-Trailer 2020
Aus Biodiversität vom 22.03.2020.
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Was ist «Mission B»?

Viele Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet. Der Hauptgrund ist der Rückgang von natürlichen Lebensräumen. Die Aktion «Mission B» ist unsere Antwort auf den steten Rückgang der Biodiversität. Der Plan B für die Natur. Jede Sekunde verliert die Schweiz fast 0.7 Quadratmeter Grünfläche. Die Insekten sterben, die Vögel werden immer weniger, viele Pflanzen- und Tierarten sind bedroht. Denn wir Menschen brauchen immer mehr Platz, sei es für Wohn- und Siedlungsraum oder für intensive Landwirtschaft.

Für das Projekt arbeiten die öffentlichen Radio- und Fernsehstationen aller vier Sprachregionen zusammen. Ziel von «Mission B» ist es, die Biodiversität in der Schweiz nachhaltig zu fördern.

Gemeinsam mit euch sammeln wir möglichst viel biodiverse Fläche, in der Schmetterlinge, Vögel, Wildbienen, Eidechsen und Igel ein Zuhause finden.

Das haben wir bereits erreicht

Nicht nur für die Natur ist «Mission B» eine kleine Erfolgsgeschichte, auch die vielen Menschen, die beim Projekt mitmachen, sind mit viel Freude und Tatendrang bei der Sache. Die Bevölkerung macht in allen Landesteilen engagiert mit und das Interesse für die Pflanzen und Tiere vor der eigenen Haustüre ist gross. Seit dem Start am 18. März 2019 sind Flächen aus über 6’000 Projekten auf der Plattform missionb.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster eingetragen worden.

Verteilt auf über 1500 Gemeinden der Schweiz sind eine knappe Million Quadratmeter naturnahe Fläche zusammengekommen.

So werde ich Teil von «Mission B»

Bei «Mission B» kann jede und jeder mitmachen. Familien, Wohngemeinschaften, Einzelpersonen, Gemeinden, Vereine, Firmen oder Schulen. Fläche für die Natur kann überall geschaffen werden. Ganz egal ob im Garten, auf dem Flachdach oder vor dem Fenster.

Aber Achtung! Einheimische Pflanzen müssen es sein, denn nur sie bieten unserer einheimischen Tierwelt optimalen Lebensraum und Nahrung. Eigens für «Mission B» entwickelt, findet ihr auf der Online-Plattform Floretia, Link öffnet in einem neuen Fenster , Link öffnet in einem neuen FensterInformationen über einheimische Pflanzen, passend für jeden Standort. Helft mit und lasst ein farbiges Netz aus einheimischen Blumen, Büschen und Bäumen entstehen, das sich über die ganze Schweiz erstreckt.

Fläche eintragen

Habt ihr neuen Raum für die Natur geschaffen, heimische Wildblumen gesät, einen Asthaufen liegengelassen, Steine aufgetürmt oder gar einen Teich realisiert? Dann tragt hier, Link öffnet in einem neuen Fenster die Anzahl Quadratmeter eurer neu geschaffenen Naturfläche ein und verfolgt mit, wie überall in der Schweiz neue Lebensräume für einheimische Pflanzen und Tiere entstehen.

Neue oder bestehende Flächen eintragen?

Für den «Mission B»-Flächenzähler zählen nur neue biodiverse Flächen, die ab 2019 entstehen. Bereits bestehende Flächen können aber auch eingetragen werden und erscheinen auf einer separaten «Mission B»-Karte. Diese werden zu statistischen Zwecken ebenfalls in die Datenbank aufgenommen.

Was ist Biodiversität?

Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens. Sie hat sich in Milliarden von Jahren entwickelt und entwickeln sich auch jetzt immer weiter. Sie umfasst alle Pflanzen- und Tierarten sowie die unterschiedlichen Ökosysteme. Die Vielfalt ist für uns überlebenswichtig – denn sie sorgt für sauberes Wasser, Nahrung, Sauerstoff, sie schützt uns vor Naturkatastrophen und bietet Erholungsraum.

Dramatische Verluste

Die Artenvielfalt ist in Gefahr. Hauptursache für das Verschwinden von Arten auf der ganzen Welt ist der Verlust von Lebensräumen. Die dicht besiedelte Schweiz steht im internationalen Vergleich besonders schlecht da.

Etwa 40 Prozent aller hier natürlich vorkommenden Säugetier- und Vogelarten gelten als bedroht, bei den Reptilien sind es sogar fast 80 Prozent. Laut einer deutschen Studie haben wir in den letzten 30 Jahren etwa 75 Prozent der Menge an Insekten verloren. Und fast jede dritte Blütenpflanze steht mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

Relevanz

Der Bundesrat hat 2017 im Rahmen der nationalen «Strategie Biodiversität Schweiz», Link öffnet in einem neuen Fenster den «Aktionsplan Biodiversität» beschlossen. Das Hauptziel dieses Aktionsplans ist es, die Biodiversität und ihre Ökosystemleistungen langfristig zu erhalten. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss aber noch viel geschehen.

Auch international wird das Problem erkannt. 193 Staaten haben die UN-Konvention zur biologischen Vielfalt unterzeichnet. Darin rufen die Vereinten Nationen die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen.

Wer unterstützt «Mission B»?

«Mission B - für mehr Biodiversität» wird von verschiedenen Fachorganisationen, Link öffnet in einem neuen Fenster unterstützt. Sie teilen unser gemeinsames Ziel: Möglichst viele Quadratmeter naturnahe Flächen für einheimische Pflanzen, Insekten, Vögel und andere Tiere zu schaffen.

Floretia

Die Onlineplattform Floretia, Link öffnet in einem neuen Fenster ermöglicht die Planung von naturnahen, biodiversen Gartenflächen ganz ohne Vorwissen. Sie wurde eigens für «Mission B» geschaffen und ist gratis. Ob ihr nun eine einzelne Pflanze sucht oder eine Tiergruppe wie Vögel oder Wildbienen speziell fördern möchtet: Auf floretia.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster bekommt ihr alle Informationen, die ihr dafür braucht.

NatureChallenge

Auf naturechallenge.swiss, Link öffnet in einem neuen Fenster könnt ihr Informationen und Bilder eures Projekts hochladen und so helfen, andere zu inspirieren. Die MacherInnen von naturechallenge.swiss bringen eure Inputs und Bilder zudem auf Facebook und Instagram einem breiten Publikum nahe.

Biodiversität macht Schule

Habt ihr vor, die Biodiversität auf eurem Schulgelände zu fördern? Dann macht mit bei der Aktion «Biodiversität macht Schule» vom Verein Festival der Natur. Die Aktion wird im Frühjahr 2020 gestartet und in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH), Link öffnet in einem neuen Fenster, Syndicat des enseignants romands (SER), Link öffnet in einem neuen Fenster und éducation21, Link öffnet in einem neuen Fenster sowie weiteren Fachpartnern realisiert. Mehr Informationen findet ihr unter www.missionb.ch/school, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Macht mit bei «Mission B»

«Mission B»–Logo

Angela Wagner