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Homeschooling zu Naturthemen Mit Kindern auf «Mission B - für mehr Biodiversität»

Natur, Musik und Kinder ergeben eine wunderbar funktionierende Mischung. Das weiss auch Kinderliedermacher Andrew Bond, der aus Freude an der Sache ein «Mission B»-Lied komponiert hat. Passend dazu findet ihr Ideen, wie ihr Schmetterlinge, Hummeln, Fledermäuse und andere Tiere unterstützen könnt.

Bitte beachten:

Während der Bund von Besuchen auf Spielplätzen abrät und Schwimmbäder und Zoos geschlossen haben, ist die Natur auch in dieser speziellen Zeit ein spannendes Thema. Unsere Tipps eignen sich für Erwachsene mit einem Kind oder mehreren Kindern. Man kann sie im Garten, auf dem Balkon, auf der Wiese vor dem Block oder im Wald umsetzen. Viele sogar in einer Wohnung. Sie schaden weder Pflanzen noch Tieren, solange die Eltern ihren Kindern Respekt vor der Natur vermitteln.

1. «En Egge Natur» von Andrew Bond

Am schönsten erlebt man die Natur mit all seinen Sinnen. Nachdem wir in den letzten Wochen Tipps für genaues Beobachten, Tasten und Riechen mit euch geteilt haben, wird es Zeit die Ohren zu spitzen. Dazu hat «Mission B» in Zusammenarbeit mit Kindermusikmacher Andrew Bond ein eigenes Lied produziert. «En Egge Natur» animiert die Kinder, die Natur zu entdecken und selbst kleine «Ecken Natur» für bestimmte Tiere zu schaffen. Singt mit, erfindet einen lustigen Tanz oder gleich eine ganze neue Strophe dazu. Das Lied «En Egge Natur» kann hier gratis heruntergeladen werden.

Video
En Egge Natur - Andrew Bond
Aus Biodiversität vom 18.03.2020.
abspielen

Passend zum Lied beziehen sich die Eltern-Tipps dieser Woche direkt auf die verschiedenen Strophen im Lied. Hier sind unsere Ideen, wie ihr für Schmetterlinge, Hummeln und Fledermäuse einen Lebensraum gestalten könnt.

Übrigens: Alle Kindergärten und Schulklassen der Deutschschweiz, die gemeinsam neue biodiverse Fläche schaffen und diese bei missionb.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster eintragen, können gratis ein «Mission B»-Liederheft mit CD «En Egge Natur» mit vielen weiteren tollen Liedern unter missionb@srf.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster bestellen. Wenn ihr möchtet, informiert eure Lehrpersonen darüber.

2. «En Egge» für Schmetterlinge

Jedes Tier braucht Nahrung und einen geeigneten Unterschlupf. Das ist bei Schmetterlingen nicht anders. Da Schmetterlinge eine Metamorphose durchlaufen, also sich über verschiedene Stadien vom Ei bis zum Sommervogel entwickeln, brauchen sie sogar oftmals ganz verschiedene Pflanzensorten, Brennesseln zum Beispiel sind wichtige Raupenfutterpflanzen, für die Falter jedoch sind nektarreiche Pflanzen wichtig. Die grosse Brennnessel, Fenchel, Dill, Malve, wilder Salbei oder wilde «Rüebli» locken Schmetterlinge an. Entscheidet euch doch, welchem heimischen Schmetterling ihr gerne zuschauen würdet und pflanzt in einer Ecke seine Lieblingspflanze an.

Die Auswahl der Pflanzen geht mit Floretia.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster ganz einfach oder ihr sucht euch einen Schmetterling aus der Kartei aus. Übrigens: Das Titelblatt des PDFs kann man gerne ausmalen und uns ein Bild von dem Kunstwerk unter missionb@srf.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster schicken.

3. «En Egge» für Hummeln

Auch Hummeln brauchen Unterschlupf und Blüten mit viel Nektar. Sie trinken aber auch gerne Wasser. Besonders in diesem trockenen Frühling sind Insekten wie Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge auf Wasserquellen angewiesen. Da bietet sich eine solche Hummel-Tränke an.

Wasserstelle für Hummeln und andere Insekten
Legende: SRF

Und so geht's:

  1. Sucht euch etwas Moos und kleine flache Zweige und Steine. Moos findet man besonders gut in Wäldern an schattigen Bäumen, Steinen und am Boden.
  2. Tränkt das Moos in einem Wasserbad. Das Moos ist wie ein Schwamm und saugt sich mit dem Wasser voll.
  3. Nehmt einen Teller oder eine flache Schale und füllt so viel Wasser auf, dass gerade der Boden bedeckt ist.
  4. Legt das Moos und die flachen Zweige und Steine dazu. Die Hummeln werden am Moos nippen und können auf den Zweigen stehen, damit sie nicht ganz ins Wasser rutschen.
  5. Stellt den Teller draussen an einen schattigen Platz, damit das Wasser aus dem Moos nicht zu schnell verdunstet.
  6. Benetzt das Moos von Zeit zu Zeit, damit die Hummeln genügend Flüssigkeit aufnehmen können.

Falls ihr keinen Wald in der Nähe habt, könnt ihr auch Petflaschendeckel oder umgekehrte Legosteine verwenden. Wichtig ist, dass die Bausteine klein sind, damit die Hummeln nicht ertrinken.

Übrigens: Vor Steckmücken in der Hummeltränke braucht ihr keine Angst zu haben. Sie siedeln sich nicht im Moos an. Wer generell seine Wassertränken sauber hält und mit frischem Wasser auffüllt, muss auch in grösseren Schalen keine Stechmücken befürchten.

4. «En Egge» für Fledermäuse

Fledermäuse sind in der Schweiz bedroht und daher besonders auf Unterstützung angewiesen. Wer schnell eine «Ecke» für Fledermäuse verbessern möchte, kann mit dem Licht beginnen: Da Fledermäuse hauptsächlich nachtaktiv sind, macht ihnen die Lichtverschmutzung zu schaffen. Beleuchtungen in der Nacht sollten wenn möglich vermieden werden.

Wer gerne etwas Handfestes für die Fledermäuse tun möchte, kann sich einen Fledermauskasten kaufen und mit den Kindern bemalen. Wer viel Holz zuhause rumliegen hat, der kann auch selbst einen Fledermauskasten bauen. Hier findet ihr zwei Anleitungen:

5. Welchen «Egge Natur» braucht es noch?

In der Schweiz leben noch ganz viele weitere Tiere, die auch gerne auf dem Balkon, der Terrasse und im Garten vorbeischauen. Erfindet eine weitere Strophe zum Lied «En Egge Natur» für eine andere Tierart und schickt sie uns auf missionb@srf.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster. Lasst die Kinder selbst überlegen, welche einheimischen Tiere sie mögen und fördern möchten und gestaltet eine Ecke für das entsprechende Tier. Ihr könnt in eurem Naturtagebuch einen Steckbrief gestalten:

  • Name
  • Grösse
  • Lieblingsessen
  • In diesem Haus ist es mir am wohlsten
  • Vor diesen Tieren habe ich Angst

Besonders eignen sich kleine Tiere, wie Bienen, Eidechsen, Käfer, Heuschrecken, Libellen, Fledermäuse, Schmetterlinge, Frösche oder Vögel da diese Tiere mobil sind und an vielen Orten vorkommen. Eher ungeeignet für die meisten sind grosse Tiere wie Fuchs, Dachs, Wolf oder Luchs.

In folgendem Artikel findet ihr unsere Natur-Tipps von letzter Woche zum Thema «Wildbienen unterstützen».

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