Medientalk: Black Lives Matter

Warum sollen nur schwarze Menschen über Rassismus sprechen? Auch weisse Menschen können Rassismus thematisieren. Denjenigen, den sie (auch unbewusst) ausüben. Durch Sprache, Vorurteile und Vorteile in der Gesellschaft. 

Überklebtes Strassenschild in der Nähe des weissen Hauses in Washington.
Bildlegende: Überklebtes Strassenschild in der Nähe des weissen Hauses in Washington. Keystone

Der Journalist Malcolm Ohanwe fordert Medien auf, ihre weisse Perspektive zu hinterfragen - via social Media hat er den Hashtag #kritischesweisssein lanciert. Dem Aufruf haben sich mittlerweile auch Medienschaffende angeschlossen, beim ZDF etwa - oder beim NDR. Weisse Journalistinnen und Journalisten sprechen in Beiträgen und Artikeln über ihre Privilegien und ihren eigenen Alltagsrassismus.
Im Medientalk zieht Ohanwe eine erste Zwischenbilanz - und wir fragen zwei Journalistinnen des Kölner Stadt-Anzeigers wie schwer es ist, den inneren Rassismus zu thematisieren.

Und wir sprechen über die Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten in den USA. Denn die Black Lives Matter-Demonstrationen in den USA haben gezeigt: im Juni hat die Polizeigewalt gegen Medienschaffende massiv zugenommen. Mittendrin befindet sich auch ein Schweizer Fernsehjournalist - im Medientalk erzählt er, wie sein Team in Minneapolis von der Polizei eingekesselt wurde und unter Beschuss geriet. Und wir fragen: wie steht es um die Demokratie in den USA, wenn Medienschaffende sich vor Gewalt fürchten müssen?

Die Gäste:

  • Malcolm Ohanwe (#kritischesweisssein)
  • Kendra Stenzel (Kölner Stadt-Anzeiger)
  • Sara Pichireddu (Kölner Stadt-Anzeiger)
  • Gaspard Kühn (RTS)

Autor/in: Salvador Atasoy