Alice Hofer über Leben, Sterben und andere Projekte

Alice Hofer aus Oberhofen im Berner Oberland betreibt seit fünf Jahren ein Sarg-Atelier. «Praxis für angewandte Vergänglichkeit» nennt sie es humorvoll. In ihrem Atelier blickt die Frau des Mundartsängers Polo Hofer dem Thema Tod täglich in die Augen.

Porträt von Alice Hofer.
Bildlegende: Keine Angst vor dem Tod: Alice Hofer führt ein Sarg-Atelier. SRF

In der Sendung «Menschen und Horizonte» spricht Alice Hofer auch über ihre eigene Angst vor dem Tod. Der Tod hat sie bereits als Teenager beschäftigt. «Ich hatte unglaubliche Angst vor dem Tod. Ich konnte mit niemandem darüber reden. Ich habe mir dann Bücher organisiert und mich selbst informiert.»

Es war diese Angst und die Tabuisierung des Themas, welche die Berner Oberländerin dazu bewog, ein Sargatelier in Thun zu gründen. Im Atelier gestaltet Alice Hofer bunte Särge und Urnen für ihre Kundschaft, aber auch für sich selbst.

In der Sendung «Menschen und Horizonte» von Radio SRF 1 erzählt Alice Hofer, weshalb sie im Atelier ihre Berufung gefunden hat und wie sie mit Kritik umgeht. Die 53-Jährige erzählt zudem, wie sie die Themen Tod und Sterben in ihren Alltag mit Ehemann Polo Hofer integriert: «Es ist ein Thema. Wir sprechen oft und offen über unseren eigenen Abgang. Wir wissen voneinander, was gemacht werden müsste, wenn es so weit ist.»

Gespielte Musik

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Nina Blaser