Chisinau, Wien, Bern und in die ganze Welt

Als Patricia Kopatchinskaja 13 Jahre alt war, änderte sich ihr Leben von Grund auf: Als Kind einer Musikerfamilie in der ehemaligen Sowjetunion hatte sie ein privilegiertes Leben, mit dem Zusammenbruch des Sowjetreichs wurde sie zum Flüchtling.

1990 flohen ihre Eltern mit ihr, ihrer Schwester, Hund und zwei Koffern nach Österreich. Mit dem Zug ging die Reise durch die Ukraine, Ungarn und die Slowakei. In Wien kamen sie wie andere Flüchtlingsfamilien in ein Flüchtlingsheim. Deutsch verstand Patricia Kopatchinskaja nicht.

Dank der Unterstützung eines Mäzens konnte sie an der Wiener Musikhochschule Komposition und Geige studieren. Ihre Begabung und ein Stipendium brachten sie vor zehn Jahren in die Schweiz an die Berner Musikhochschule.

In Bern lernte sie auch ihren Mann kennen, einen Neurologen, mit dem siet eine vierjährige Tochter hat. Inzwischen ist Patricia Kopatchinskaja eine bekannte und begehrte Violinistin, gibt rund 100 Konzerte pro Jahr auf der ganzen Welt und ist 250 Tage weg von zuhause - weg von ihrer Tochter und der Familie.

Dass ihr dies nicht immer leicht fällt, wie sie ihr Leben organisiert und was ihre ursprüngliche Heimat Moldawien und das Gegenspiel ihr bedeuten, erzählt sie in «Menschen und Horizonte».

Gespielte Musik

Redaktion: Regula Rutz