Richard Ernst: 20 Jahre nach dem Nobelpreis

Vor genau 20 Jahren hat der Winterthurer Richard Ernst den Nobelpreis für Chemie gewonnen. Der mittlerweile 78-jährige pensionierte ETH-Professor ist für seine Forschung auf dem Gebiet der Kernresonanz von der Schwedischen Akademie mit dem renommiertesten Forschungspreis ausgezeichnet worden.

Richard Ernst hat in seinem Haus ein eigenes Labor. Dort analysiert er Farbpigmente seiner asiatischen Kunstwerke.
Bildlegende: Richard Ernst hat in seinem Haus ein eigenes Labor. Dort analysiert er Farbpigmente seiner asiatischen Kunstwerke. srf

Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse haben zur Entwicklung des MRI beigetragen. Das ist ein bildgebendes Verfahren im medizinischen Bereich.

Richard Ernst forscht heute nicht mehr auf dem Gebiet der Kernresonanz, aber das Forschen kann er auch heute nicht ganz lassen. In seinem Labor in seinem Privathaus erforscht er tibetische Kunstwerke unter dem Mikroskop und bestimmt so das Alter der verwendeten Farbpigmente. Richard Ernst hat nebst der Nobelpreismedaille, der Urkunde, dem Preisgeld und dem Ruhm im Jahr 1991 in Stockholm noch etwas anderes von der Schwedischen Akademie erhalten: eine Stimme. Als unermüdlicher Redner an Kongressen und Universitäten ist Richard Ernst seit seiner Emeritierung 1998 in aller Welt unterwegs.

Gespielte Musik

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Regula Zehnder