Von EBA über QV bis ÜK - Die Begriffe im Ausbildungs-Dschungel

junger Mann und älterer Mann schauen eine Bodenplatte an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Begriffs-Dschungel im Lehrbetrieb. SRF/Emanuel Ammon

  • Berufsschule: Die meisten Lernenden sind vier Tage die Woche im Lehrbetrieb und einen Tag die Woche in der Berufsschule. Sie haben berufsspezifische Fächer aber auch Unterricht in Allgemeinbildung oder Sprachen.
  • BMS: Nach der Lehre können Lernende sich an der Berufsmaturitätsschule (BMS) weiterbilden. Diese dauert im Schnitt Vollzeit 1 Jahr oder Teilzeit 2 Jahre. Mit einem erfolgreichen Abschluss können die Studenten an einer Fachhochschule (FH) studieren.
  • EBA: Zweijährige Lehre, welche mit einem Eidgenössischen beruflichen Attest (EBA) abgeschlossen wird. Früher auch „Anlehre“ genannt.
  • EFZ: Drei- bis vierjährige Lehre, welche mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen wird. Verschiedene Berufe kann man EBA und EFZ abschliessen. Zum Beispiel „Coiffeur EBA“ sowie „Coiffeur EFZ“.
  • LAP: Lehrabschlussprüfung. Veralteter Begriff, aber heute noch gebräuchlich. Offizieller Begriff: Qualifikationsverfahren (QV; siehe unten).
  • Lehrling, Lehrtochter, Lehrbub, Stift: Veraltete Begriffe. Umgangssprachlich in der Schweiz aber dennoch gebräuchlich. Offiziell spricht man von „Lernenden“ (siehe unten).
  • Lehrmeister: Der Lehrmeister ist im Betrieb verantwortlich für die Ausbildung der Lernenden. Es sind langjährige Berufsleute, die verschiedene Weiterbildungen wie einen Lehrmeisterkurs besucht haben.
  • Lernender: Wer die obligatorische Schulzeit beendet hat, mindestens 15 Jahre alt ist und einen Lehrvertrag EBA oder EFZ hat, ist offiziell ein „Lernender“.
  • Standortbestimmung: Regelmässig sitzen Lehrmeister und Lernende zusammen und besprechen die Fortschritte in der Lehre. Die Standortbestimmung ist vergleichbar mit dem „Qualigespräch“.
  • QV: Der Begriff Qualifikationsverfahren (QV) ist mit dem neuen schweizerischen Berufsbildungsgesetz eingeführt worden. Insbesondere ist damit die bisherige Lehrabschlussprüfung gemeint, aber auch andere Qualifikationsverfahren, die zu einem eidgenössisch anerkannten Abschluss führen.
  • ÜK: Eine berufliche Grundbildung ist in der Schweiz auf einem triadischen (= dreiteiligen) System aufgebaut: Lehrbetrieb, Berufsfachschule und Überbetriebliche Kurse (ÜK).