Do It Yourself: Stock Car Rennen in der Schweiz

Beim Stock Car Rennen sind Zeit und Sieger zweitrangig. Der Spass und ordentliche Crashs stehen im Vordergrund. Dank Entertainer Stefan Raab ist die abgefahrene Disziplin berühmt-berüchtigt - und dank SRF 3 Hörer Marin Baumann wissen wir: Es kracht auch bei uns!

Do It Yourself: Stock Car Rennen in der Schweiz

1:36 min, aus Mini Räder - Mis Läbe vom 04.09.2015

Es ist keine anerkannte Renn-Disziplin. Und das Nachmachen nur bedingt zu empfehlen. Trotzdem gibt es eine ganz kleine Gemeinschaft, die in der Schweiz auf eigene Faust «Stock Car» Rennen veranstaltet. Marin Baumann aus dem Entlebuch gehört zum harten Kern der «Fun Car Rally» in Beromünster.

Hier ist alles handgemacht, denn richtige Stock Car Rennen werden nur im Ausland gefahren. Und gerade deswegen gelten auf dem Acker in Beromünster eiserne Regeln. «Niemand fährt in stehende Autos rein! Wenn es jemanden aufs Dach legt, wird als allererstes der Fahrer rausgeholt! Falls es euch überschlägt: Hände weg vom Lenkrad!» schwört der Rennleiter die Teilnehmer ein.

Zurechtgezimmert: Marin erklärt seinen Stock Car Subaru

«Mini Räder - Mis Läbe» - Stock Car Rennen

Andi Rohrer Mit dem Auspuff als Zeigestab: Neues aus der Vortragsreihe «Mini Räder - Mis Läbe» heute mit Hörer Marin Baumann zum Thema «Mein Stock Car Rennchlapf» :-)Do It Yourself - So sieht Stock Car in der Schweiz aus: http://www.srf.ch/sendungen/mini-raeder-mis-laebe/do-it-yourself-stock-car-rennen-in-der-schweiz-2

Posted by SRF 3 on Freitag, 4. September 2015
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Worauf fährt ihr ab?

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«Das ist Spass und Adrenalin. Mein Ziel ist es, möglichst lange fahren zu können. Der Sieg spielt keine Rolle. Und das Wichtigste ist, dass am Ende alle gesund sind,» erklärt Marin. Seinen Subaru Legacy hat er für ein «Sackgeld» einem Kollegen abgeknöpft und aufs Minimum reduziert. Scheiben, Scheinwerfer und Airbags wurden entfernt und die Stosstange verstärkt, damit es ihm den Motor nicht direkt eindrückt. Das Fahrerfeld sieht aus wie im Film «Mad Max»: Heruntergekommene und zurechtgezimmerte Fantasiemobile, teilweise mit Rammvorrichtung und bunten Bemalungen.

Beim Rennen sieht man dann, dass sich die Teilnehmer an die Regeln halten. Marin hat keine einzige Kollision – und nach ein paar Runden gibt der Motor den Geist auf. «Ende Gelände!» Spass gemacht hat es trotzdem, und das anwesende Publikum feiert ein kleines Volksfest. Was machen sie mit dem «Schlachtfeld»? Die Autos dürfen sie gleich stehen lassen: Diese werden vom Organisator eingesammelt und verschrottet. «Und der Acker wird gepflügt – da ist die halbe Arbeit bereits getan,» lacht Marin.