Klassiker der Moderne: Helmut Lachenmanns «Salut für Caudwell»

Bei Gitarre denkt man ans Lagerfeuer, an spanischen Flamenco oder an intime Liedbegleitung an den Höfen der Renaissance. Was aber macht ein Komponist unserer Zeit mit diesem Instrument?

Ein Mann mit Bart umringt von Schlagwerk, Klavier und Pauke.
Bildlegende: Helmut Lachenmann, deutscher Komponist Keystone

Der Komponist Helmut Lachenmann (*1935) durchdringt in «Salut für Caudwell» für zwei Gitarren die spezifischen Aura der Gitarre und lässt sich von ihr durchringen. Dabei entsteht ein völlig neues und einzigartiges (Klang-)Bild des uns so vertrauten Instruments. In die Komposition eingeflossen sind auch Texte des englischen Schriftstellers und politischen Denkers Christopher Caudwell. Er steht für eine Kunst, die den Menschen ermutigt, statt den Kopf in den Sand zu stecken oder in private Idyllen zu flüchten, sich mit der Wirklichkeit und ihren Widersprüchen auseinanderzusetzen. Der Gitarrist Mats Scheidegger spricht über das vielschichtige Werk, das zum Klassiker des 20. Jahrhunderts geworden ist.

Gespielte Musik

Redaktion: Cécile Olshausen