Aus Bregenz: Die «Geschichten aus dem Wienerwald» von HK Gruber

Oper in 3 Akten nach der Textvorlage von Ödön von Horváth.

HK Gruber, Leitung
Wiener Symphoniker
Vokalensemble NOVA
Jazzorchester Vorarlberg
Ilse Eerens, Sopran (Marianne)
Daniel Schmutzhard, Bariton (Alfred)
Jörg Schneider, Tenor (Oskar)
Angelika Kirchschlager, Mezzosopran (Valerie)
Albert Pesendorfer, Bass (Zauberkönig)
Anke Vondung, Mezzosopran (Mutter)
Anja Silja, Sopran (Grossmutter)
Michael Laurenz, Tenor (Erich)
Markus Butter, Bariton (Rittmeister / Beichtvater)
David Pittman-Jennings, Bassbariton (Mister)
Alexander Kaimbacher, Tenor (Der Hierlinger Ferdinand)
Robert Maszl, Tenor (Havlitschek)

Aufnahme vom 23. Juli 2014, Bregenzer Festspiele

Zum Abschluss seiner Ära als Intendant der Bregenzer Festspiele hat David Pountney noch einmal eine zeitgenössische Oper auf die Bühne gebracht: HK Grubers «Geschichten aus dem Wienerwald» eine bitterböse Satire auf (zwischen)menschliche Abgründe.

Verführerisch gibt der Johann Strauss-Walzer den Titel, doch es ist ein bitterer Stoff. Die Vorlage zur Oper von HK Gruber stammt von Ödön von Horvath, der in den 1930er Jahren in seinem berühmtesten Theaterstück hinter die Fassade des Wiener Kleinbürgertums blickt und dort eine Welt voller Kleingeistigkeit, Hass und Brutalität aufspürt.

Der Wiener Chansonnier und Komponist HK Gruber stützt sich bei seiner musikalischen Umsetzung nicht nur auf den Wiener Walzer, sondern auch auf Klänge aus Music-Hall und Varieté und kreiert so eine Art moderne Fassung von Kurt Weills «Dreigroschenmusik». Die Uraufführung fand im Juli an den Bregenzer Festspielen statt.

Redaktion: Gabriela Kaegi