Camilla de Rossi: Il sacrifizio di Abramo. Oratorium in 2 Teilen

Es gibt sie, die Komponistinnen aus früheren Zeiten: Camilla de Rossi heisst eine von ihnen. Von ihren vier erhaltenen Oratorien führte die Niederländische Bach-Vereinigung letzten Herbst die Geschichte von Abraham auf, der seinen Sohn Isaak opfern soll.

Symbol auf Blau
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Sie war nicht die einzige, aber sie war sicher eine Exotin: eine Komponistin im 18. Jahrhundert. Viel weiss man nicht von Camilla de Rossi. So etwa, dass sie aus Rom stammt und dass ihre Musik ab 1707 in Wien aufgeführt wurde. Immer wieder gab es Frauen, die (aus)gebildet und belesen waren, z.B. adlige Ordensfrauen (es gibt Hinweise, dass auch Camilla de Rossi im Kloster gelebt hat).
Komponiert hat sie «Il sacrifizio di Abramo» für den Wiener Hof; die Geschichte um die Opferung des eigenen Sohnes wird gemäss dem Usus der Zeit gerafft und auch dramatisch zurückgebunden. Trotz der Verwendung von Rezitativen und Arien ist das schliesslich keine Oper.

Nederlandse Bach Vereniging
Shunské Sato, Leitung
Elsa Benoit, Sopran (Engel / Sara)
Luigi Schifano, Countertenor (Isaac)
Emiliano Gonzales Toro, Tenor (Abraham)

Konzert vom 13. Oktober 2018, Royal Concertgebouw, Amsterdam

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Valerio Benz