Darius Milhaud: «La mère coupable»

Mozart komponierte «Figaros Hochzeit», Rossini den «Barbier von Sevilla» und Darius Milhaud vertonte «La mère coupable». Und damit den dritten und letzten Teil von Beaumarchais‘ Figaro-Trilogie.

Angelika Kirchschlager als Suzanne in «La mère coupable» am Theater an der Wien
Bildlegende: Angelika Kirchschlager als Suzanne in «La mère coupable» Herwig Prammer

Dieses am wenigsten bekannte Figaro-Stück war im Mai im Theater an der Wien zu erleben, mit so hochkarätigen Sängerinnen wie Mireille Delunsch und Angelika Kirchschlager.

Die Personen sind inzwischen alle etwas älter geworden, ja vielleicht sogar etwas weiser. Was aber nicht verhindert, dass wir es wiederum mit einem habgierigen Schmeichler zu tun bekommen, der alle Figuren im Stück gegeneinander auszuspielen versucht. Bis der clevere Figaro das ganze Spiel durchkreuzt und die Dinge zum Guten wendet. Erstmals aufgeführt wurde Milhauds Oper 1966 in Genf.

Radio-Symphonieorchester Wien
Leo Hussain, Leitung
Markus Butter, Bariton (Le Comte Almaviva)
Mireille Delunsch, Sopran (Rosine, Comtesse Almaviva)
Andrew Owens, Tenor (Chevalier León)
Frederikke Kampmann, Sopran (Florestine)
Aris Argiris, Bariton (Figaro)
Angelika Kirchschlager, Mezzosopran (Suzanne)
Thomas Johannes Mayer, Bariton (Begears)
Christoph Seidl (Maître Fal)

Aufführung vom 8. Mai 2015, Theater an der Wien

Redaktion: Gabriela Kaegi