Das Spitzenorchester aus Budapest auf Schweizer Tournee

Mendelssohn und Mahler: zwei sinfonische Gegenpole im Konzert des Budapest Festival Orchestra.

Konzertsaal
Bildlegende: Mitglieder des Budapest Festival Orchestra treten im Colon Theater in Argentien auf. Keystone

Fast wie die Gegensätze Hell und Dunkel wirken die beiden Sinfonien, die das Budapest Festival Orchestra auf seiner Schweiz-Tournee anfangs März gespielt hat. Felix Mendelssohns «Italienische Sinfonie» steht Gustav Mahlers «Lied von der Erde» gegenüber. Hier die von südlicher Ambiance geprägte, hell gehaltene Orchester-Landschaft, dort die Lieder, die vom Dunkel des Lebens erzählen.

Ist das überhaupt zum Aushalten? Das soll Mahler angesichts des letzten Liedes «Abschied» gefragt haben. Die Aufführungsgeschichte hat eine Antwort darauf: Ja, sehr wohl, denn es ist zum Sterben schön. Zumal man bei diesem Abschied ja auch schon etwas von der nahenden Ewigkeit zu spüren glaubt.

Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 «Italienische»
Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Budapest Festival Orchestra
Ivan Fischer, Leitung
Gerhild Romberger, Alt
Robert Dean Smith, Tenor

Konzert vom 9. März 2017, Victoria Hall, Genève

Redaktion: Sara Trauffer