Ein böhmisches Fest… und ein Totentanz

Unterschiedlicher könnten die Werke nicht sein, die der junge tschechische Dirigent Jakub Hrusa in diesem Konzert aus München vorstellt. Und doch haben sie eine enge Beziehung.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Schon seit seinem Studium bei Jiri Belohlavek in Prag dirigiert Jakub Hrusa die monumentale «Asrael»-Sinfonie des Tschechen Josef Suk. Benannt ist sie nach dem Todesengel der islamisch-jüdischen Mythologie, und Suk verarbeitet darin musikalisch auch zwei Verluste: Den Tod seiner Frau Otilka und den von Antonin Dvorak, Suks Lehrer und Schwiegervater.

Musik von Antonin Dvorak hat in diesem Konzert denn auch den Boden gelegt für dieses sinfonische Requiem: Zu hören ist Dvoraks Violinkonzert mit seinem Melodienreichtum und den böhmischen Tanzrhythmen. Solist ist der deutsch-amerikanische Geiger Augustin Hadelich.

Antonin Dvorak: Violinkonzert a-Moll op. 53
Josef Suk: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 27 «Asrael»

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Jakub Hrusa, Leitung
Augustin Hadelich, Violine

Konzert vom 19. Oktober 2018, Philharmonie, München

Redaktion: Patricia Moreno