Eine Herzensangelegenheit: Daniel Müller-Schott mit Schumann

Eine Begegnung mit dem Cellokonzert von Robert Schumann war für ihn der Anfang. Heute zählt der Münchner Daniel Müller-Schott zu den grossen Cellisten seiner Generation.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

«Es war das erste Cellokonzert, das ich in meinem Leben überhaupt gehört habe und das für mich der Anlass war, Cello zu lernen», sagt Daniel Müller-Schott über das Konzert von Schumann. Fünf Jahre alt war der Musiker damals.
Heute spielt der inzwischen 42jährige Cellist dieses Konzert immer wieder, immer noch angezogen von seinem dunkel-lyrischen Charakter. Es ist ein besonderes Konzert, ein Juwel der Romantik. «Ich halte das für eines der persönlichsten Werke für Cello und Orchester», sagt Müller-Schott.
In Locarno hat er es zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich aufgeführt. Der ebenso romantische wie auch auffallend melodiöse Kontrapunkt in diesem Konzert ist die 2. Sinfonie von Johannes Brahms.

Johann Sebastian Bach, arr. Anton Webern: Ricercar
Robert Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Tonhalle-Orchester Zürich
Krzysztof Urbanski, Leitung
Daniel Müller-Schott, Violoncello

Konzert vom 6. September 2018, Chiesa San Francesco, Locarno (Settimane musicali di Ascona)

Redaktion: Marianne Lehner