Gaia Festival Oberhofen: (Un)gestillte Sehnsucht

Ein musikalisches Fenster für eines der berühmtesten Paare der Romantik: für Clara und Robert. Das Gaia Festival blickt auf die Musik von Clara Schumann und spannt die Fäden bis in die Moderne.

Symbol auf Grün
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Das Festival, das anfangs Mai jeweils an verschiedenen Orten in der Umgebung von Thun stattfindet, hatte dieses Jahr einen Fokus auf Clara Schumann, die vor 200 Jahren geboren wurde. Die grosse Pianistin kommt mit ihrem Klaviertrio zu Gehör, das sie nicht in ihrer Zeit als Wunderkind schrieb wie andere Werke, sondern als gestandene und erfolgreiche Musikerin.
Von hier führen die Fäden weiter: ins künstlerische Umfeld von Clara und Robert Schumann mit Mendelssohn und dem Ehepaar Herzogenberg, aber auch bis zu Béla Bartok und der 1980 geborenen Bulgarin Dobrinka Tabakova.

Robert Schumann/Franz Liszt: Liebeslied (Widmung) aus «Myrthen» op. 25
Clara Schumann: Klaviertrio g-Moll op. 17
Dobrinka Tabakova: Insight. Trio für Violine, Viola und Violoncello
Béla Bartok: «Contrasts» für Violine, Klarinette und Klavier
Ethel Smyth: Lied «The Clown»
Elisabeth von Herzogenberg: «Nachklang» für Gesang und Klavier
Heinrich von Herzogenberg: Lied «Sehnsucht» op. 48 Nr. 4
Felix Mendelssohn: Sextett D-Dur für Klavier und Streicher op. 110

Isabelle van Keulen & Gwendolyn Masin, Violine
Blythe Teh Engstroem & Vladimir Mendelssohn, Viola
Christoph Croisé & Dora Kokas, Violoncello
James Oesi, Kontrabass
Christopher Sundqvist, Klarinette
Simon Bucher & Hannes Minnaar, Klavier
Stephanie Szanto, Mezzosopran

Ausschnitte aus Konzerten vom 4. und 5. Mai 2019, Schloss Oberhofen, Parkhotel Gunten, Kirche Hilterfingen

Das Konzert steht unbegrenzt zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Corinne Holtz