Georg Friedrich Händel: Jephtha, Oratorium HWV 70

Es ist Georg Friedrich Händels letztes Oratorium und eines seiner dramatischsten: Die Geschichte des zwischen Gottes- und Vaterliebe schwankenden Jephta.

«It must be so»: Starke Worte stehen am Anfang eines starken Stücks. Der biblische Feldherr Jephta verspricht im Falle der siegreichen Schlacht ein Opfer für seinen Gott - dummerweise soll das (was er noch nicht weiss) seine eigene Tochter sein. Es ist eine hochdramatische Ausgangslage, die der 66-jährige Händel in Angriff nimmt, und er formt daraus ein grossartiges Musikdrama. Die Aufführung der Accademia Bizantina mit Ottavio Dantone war ein Höhepunkt des diesjährigen Barockfestivals im französischen Beaune.

Accademia Bizantina
Choeur de chambre de Namur
Ottavio Dantone, Leitung
Martin Vanberg, Tenor (Jephtha)
Gaëlle Arquez, Mezzosopran (Storgè)
Katherine Watson, Sopran (Iphis)
Delphine Galou, Alt (Hamor)
Christian Immler, Bass (Zebul)
Caroline Weynants, Sopran (Engel)

Konzert vom 17. Juli 2015, Basilika Notre-Dame, Beaune
(Festival International d'Opéra Baroque)

Redaktion: Nikolaus Broda