Gewandhaus-Romantiker mit Andris Nelsons

Andris Nelsons, seit einem Jahr der Leiter des Gewandhausorchesters in Leipzig, widmet sich der Musik seines Vorgängers Felix Mendelssohn.

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Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Felix Mendelssohn stand dem traditionellen Leipziger Orchester während zwölf Jahren vor, von 1835 bis 1847. Zwei Werke von Mendelssohn bilden die Klammer dieses Konzertes: Die Konzertouvertüre Ruy Blas und die «italienische» Sinfonie. Unterschiedlicher könnten die Hintergründe der beiden Werke kaum sein: Victor Hugos gleichnamiges Schauspiel (das Mendelssohn eigentlich «abscheulich» fand) auf der einen, dann die erfrischend südliche Atmosphäre der Sinfonie auf der anderen Seite.

Einen engen Leipzig-Bezug hat auch die Sinfonie von Robert Schumann, die Andris Nelsons zwischen den beiden Werken dirigiert: Schumanns Zweite, die Mendelssohn im Gewandhaus aus der Taufe hob. Ein dunkleres Stück, das sich Schumann regelrecht abgerungen hat.

Felix Mendelssohn: Ruy Blas. Konzertouvertüre op. 95
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 «Italienische»

Gewandhaus Orchester Leipzig
Andris Nelsons, Leitung

Konzert vom 11. Januar 2019, Gewandhaus Leipzig

Redaktion: Valerio Benz