Grosser Abend der Barockoper mit Vivaldis «Ottone in Villa»

Für Barock - mon amour besuchen wir eine zeitgenössische Produktion von Vivaldis erster Oper «Ottone» in Kopenhagen und fangen viele Eindrücke und Stimmen dazu ein.

Das Stück erzählt von einem Kaiser, der Ferien macht und deshalb nicht gestört werden will. Keine lästige Politik aus Rom, Ottone will nichts als mit seiner Geliebten das Leben geniessen. Unerwartet aber gestaltet sich die Auszeit als sehr kompliziert, am Schluss gibt's zwar eine Hochzeit, aber so richtig glücklich ist niemand.

Die Kopenhagener Produktion zeigt eine frische, unkomplizierte Sicht auf das Werk und könnte auch Opern-Unkundigen die Ohren für barockes Musiktheateröffnen. Annelis Berger hat dreieinhalb Stunden in der dänischen Sommerhitze zugeschaut, im kleinen prallvollen Theater geschwitzt und sich mit den Protagonisten unterhalten, zum Beispiel mit dem musikalischen Leiter Lars Ulrik Mortensen.


Antonio Vivaldi: Ottone in Villa
Oper in 3 Akten (Libretto: Domenico Lalli)

Concerto Copenhagen
Lars Ulrik Mortensen, Leitung
Sine Bundgaard, Sopran (Cleonilla)
Sonia Prina, At (Ottone)
Sophie Junker, Sopran (Caio Silio)
Leif Aruhn-Solén, Tenor (Decio)
Deborah York, Sopran (Tullia)

Aufführung vom 31. Juli 2014 im Theater Republique, Kopenhagen

Redaktion: Annelis Berger