Hector Berlioz' Ode an das Leben

Am Schluss steht der Tod, mit dem Selbstmord von Romeo und Julia. So will es Shakespeares Vorlage. Doch Hector Berlioz öffnet die Tür in eine Zukunft.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Denn obwohl Berlioz ein grosser Shakespeare-Fan war, er hat an der Vorlage herumgeschraubt. Hat den Schluss versöhnlich gemacht, so dass die verfeindeten Capulets und Montagues ihren Streit bei ihm ad acta legen.

Ungewöhnlich ist auch die Anlage des Stücks an sich. Es ist weder Oper, noch Sinfonie, noch Oratorium. Der Dirigent Robin Ticciati, der diese Aufführung in Berlin leitet, erblickt darin eine Weiterführung von Beethovens monumentaler 9. Sinfonie. Denn Berlioz vergötterte nicht nur Shakespeare, sondern auch den Bonner Komponisten.

Hector Berlioz: Roméo et Juliette. Dramatische Sinfonie für Soli, Chor und Orchester op. 17

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Rundfunkchor Berlin
Robin Ticciati, Leitung
Julie Boulianne, Mezzosopran
Paul Appleby Tenor
Vitalij Kowaljow, Bass

Konzert vom 9. November 2018, Philharmonie Berlin