Jean-Philippe Rameau: Les Boréades

Im Rameau-Gedenkjahr hat auch das Festival von Aix-en-Provence dem grossen Franzosen seine Referenz erwiesen: Mit Rameaus letzter, geheimnisumrankter Oper, aufgeführt vom Rameau-Kenner Marc Minkowski.

Vor 250 Jahren starb Jean-Philippe Rameau, und vor genau 250 Jahren hätte auch «Les Boréades» an der Pariser Oper aufgeführt werden sollen. Doch als Rameau überraschend starb, wurden auch die Aufführungsvorbereitungen abgebrochen.

Vielleicht weil irgendjemandem das Stück nicht in den Kram passte? Darin scheitert nämlich der mächtige Nordwind Boreas mit seinem Wunsch, einen seiner Söhne mit der schönen Alphise zu verheiraten. Diese hat einen andern gewählt und bleibt bei ihrem Entschluss eine klare Missachtung eines absoluten Herrscheranspruchs. Szenisch aufgeführt wurde das Stück erst 1982 just in Aix-en-Provence, wohin «Les Boréades» dieses Jahr in einer konzertanten Aufführung auch zurückgekehrt ist.

Marc Minkowski, Leitung
Les Musiciens du Louvre, Grenoble
Aedes Ensemble
Julie Fuchs, Sopran (Alphise)
Samuel Boden, Tenor (Abaris)
Chloé Briot, Sopran (Sémire, Amour, Polymnie)
Manuel Nuñez-Camelino, Tenor (Calisis)
Jean-Gabriel Saint-Martin, Bariton (Borilée)
Damien Pass, Bassbariton (Borée)
Mathieu Gardon, Bariton (Adamas, Apollon)

Aufnahme vom 18. Juli 2014 am Festival Aix-en-Provence

Redaktion: Theresa Beyer