John Eliot Gardiner und der Musik-Revolutionär Hector Berlioz

Hector Berlioz, vor 150 Jahren gestorben, war einer der grossen Musik-Revolutionäre der Romantik. John Eliot Gardiner erweist ihm seine Reverenz.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Seine Noten sind nicht zum Ausruhen da, immer geht es Berlioz ums Ganze. Das beginnt mit der vibrierenden Piraten-Ouvertüre «Le Corsaire», die inspiriert ist von der «feurigen Poesie» (so Berlioz) eines Lord Byron. Es geht weiter zum Musik gewordenen Selbstmord der ägyptischen Königin Cleopatra (die Celli «sterben» mit ihr mit), streift die gewaltigen «Trojaner» und kommt schliesslich zur eigenwillig romantischen Mischform des «Harold»: Ein Werk, das halb Bratschenkonzert, halb sinfonische Dichtung ist, wiederum inspiriert vom Dichter Lord Byron.

Hector Berlioz: Le Corsaire. Konzertouvertüre op. 21
Hector Berlioz: La mort de Cléopâtre. Lyrische Szene für Singstimme und Orchester
Hector Berlioz: Aus der Oper «Les Troyens»: Chasse royale et orage, La Mort de Didon
Hector Berlioz: Harold en Italie. Sinfonie mit obligater Viola

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
John Eliot Gardiner, Leitung
Joyce DiDonato, Mezzosopran
Antoine Tamestit, Viola

Konzert vom 5. September 2018, Royal Albert Hall, London (BBC Proms)

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendedatum zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Jenny Berg