Klassik aus Asien: Das Macao Orchestra

Fernöstliche Orchester haben in Europa immer noch den Reiz des Exotischen, so auch das chinesische Macao Orchestra. Es entstand nach Ende der Kulturrevolution als Amateur-Kammerorchester.

Seit 1995 besteht es aus professionellen Musikern und wurde in den folgenden Jahren auf sinfonische Grösse erweitert. In neuerer Zeit konnte das Orchester erstklassige Musiker aus dem Ausland verpflichten und mit Solisten wie Joshua Bell, Pinchas Zukerman und Maria João Pires zusammen arbeiten.

Seit 2008 ist Lü Jia sein Chefdirigent, der auch bei europäischen Orchestern kein Unbekannter ist. Ihm liegt daran, europäische Klassik wie auch zeitgenössische chinesische Musik aufzuführen. So war denn auch das Programm zusammengesetzt, das das Orchester auf seiner Europa-Tournee auch in der Tonhalle Zürich aufführte: Anton Bruckners 6. Sinfonie und Camille Saint-Saens‘ 1. Cellokonzert (mit dem jungen Westschweizer Cellisten Lionel Cottet), dazu eine neue Komposition aus der Feder von gleich zwei Komponisten, Mao Yuan und Liu Tieshan doch eher exotisch in Europa.

Mao Yuan / Liu Tieshan: «Dance of the Yao Tribe»
Camille Saint-Saëns: Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Macao Orchestra
Lü Jia, Leitung
Lionel Cottet, Violoncello

Konzert vom 18. September 2015, Tonhalle Zürich

Redaktion: Lea Hagmann