Musik zu Ostern von Claudio Monteverdi

Abgesehen von seiner berühmten Marienvesper aus dem Jahr 1610 sind von Monteverdi keine Kompositionen für die Abendandacht überliefert. Immerhin aber sind vor und kurz nach seinem Tod zwei Sammlungen geistlicher Musik erschienen.

Porträt von Claudio Monteverdi
Bildlegende: Claudio Monteverdi wurde 1567 in Cremona geboren. Imago/United Archives

Daraus hat Andrea Marcon eine Vesper rekonstruiert, wie sie zu Monteverdis Zeit in Venedig üblich war. Die Psalmen aus der Sammlung «Selva morale e spirituale» sowie der Hymnus «Ave maris stella» gipfeln im achtstimmigen «Magnificat», das von Geigen, Posaunen und Zinken begleitet wird. Dazwischen ertönen Intonationen von der grossen Orgel der Kirche St.Peter, und das Ensemble La Cetra spielt eine gross besetzte, doppelchörige Sonata zu 14 Stimmen von Giovanni Gabrieli.

Die rekonstruierte Vesper bietet venezianische Klangpracht in ihrem ganzen Reichtum, die zeigt, wie vielfältig Monteverdis musikalische Möglichkeiten in San Marco waren und wie souverän «il divino Claudio» über seine Mittel gebot.

Claudio Monteverdi: Vespro veneziano - Vespro di Pasqua

La Cetra Barockorchester Basel
La Cetra Vokalensemble Basel
Andrea Marcon, Leitung

Konzert vom 19. März 2017, Kirche St. Peter, Zürich (Festival Alte Musik Zürich)

Redaktion: Patricia Moreno