Peter Tschaikowski: Pique Dame. Oper in 3 Akten

Es wollte eine russische «Carmen» haben, der St. Petersburger Theaterdirektor, der bei Peter Tschaikowsky die Oper «Pique Dame» bestellte. Und es geht auch um Liebe und Tod. Noch stärker allerdings um einen gespenstischen Wahn.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Ein Wahn, der existentiell bedrohlich ist. Denn die Hauptfigur in diesem Spieler-Drama ist ein gesellschaftlicher Aussenseiter (Analogien zu Tschaikowskys Biographie drängen sich auf).
Es ist der Offizier Hermann, der aus der Fremde kommt und zudem ein Habenichts ist. Aus verzweifelter Suche nach Anerkennung und Geld setzt er beim Spiel alles auf die tödliche Karte, die ominöse Pique Dame.
Für diese konzertante Aufführung von Tschaikowskys persönlichster Oper steht ein russisches Spitzenensemble auf der Bühne: Die Crew des Moskauer Bolshoi Theaters, geleitet von seinem Musikchef Tugan Sokhiev.

Chor und Orchester des Bolshoi Theater
Tugan Sokhiev, Leitung
Oleg Dolgov, Tenor (Hermann)
Nikolay Kazanskiy, Bariton (Graf Tomski)
Igor Golovatenko, Tenor (Fürst Jelezki)
Ilya Selivanov, Tenor (Tschekalinski)
Denis Makarov, Bass (Surin)
Ivan Maximeyko, Tenor (Tschaplizki)
Alexander Borodin, Bass (Narumow)
Elena Manistina, Mezzosopran (Gräfin)
Anna Nechaeva, Sopran (Lisa)
Agunda Kulaeva, Mezzosopran (Pauline)
Elena Novak, Mezzosopran (Gouvernante)
Guzel Sharipova, Sopran (Prilepa / Mascha)

Konzertante Aufführung vom 14. März 2019, Halle aux grains, Toulouse

Die Oper steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Moritz Weber