Peter Tschaikowsky: Eugen Onegin. Oper in 3 Akten

Eine musikalisch hochsensible Seelenlandschaft breitet Peter Tschaikowsky in seinem «Eugen Onegin» aus.

Ein Mann mit grauem Bart
Bildlegende: Peter Tschaikowsky Wikimedia/Atelier E. Bieber

Glück? Das findet in dieser Oper woanders statt. Stattdessen gibt es (wohlig anzuhörende) Melancholie, die genährt ist von unerfüllten Sehnsüchten und flankiert von gesellschaftlichen Zwängen. Tschaikowsky nimmt uns zusammen mit dem Librettisten Alexander Puschkin mit ins russische Landleben des 19. Jahrhunderts. Die Gesellschaft mag inzwischen eine andere geworden sein; die Art, wie Menschen ticken (oder eben nicht ticken), hat sich kaum verändert.

Chor und Orchester des Royal Opera House
Semyon Bychkov, Leitung
Dmitri Hvorostovsky, Bariton (Eugen Onegin)
Nicole Car, Sopran (Tatyana)
Michael Fabiano, Tenor (Lensky)
Oksana Volkova, Alt (Olga)
Ferruccio Furlanetto, Bass (Prinz Gremin)
Diana Montague, Mezzosopran (Madame Larina)
Catherine Wyn-Rogers, Mezzosopran (Filipjewna)
Jean-Paul Fouchécourt, Tenor (Monsieur Triquet)
David Shipley, Bass (Hauptmann)
James Platt, Bass (Saretzki)

Aufführung vom 30. Dezember 2015, Royal Opera House, Covent Garden, London

Redaktion: Gabriela Kaegi