«Ricciardo e Zoraide»: Staraufgebot für eine Rossini-Rarität

Vor 150 Jahren ist Gioacchino Rossini gestorben, vor 200 Jahren hat er diese Oper komponiert: Ricciardo e Zoraide. Eine Rarität des grossen Italieners, die uns direkt ins 19. Jahrhundert blicken lässt.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Denn obschon heute quasi unbekannt, war gerade dieses Stück eines von Rossinis Glanzprodukten, aufgeführt in ganz Europa.
Ein möglicher Grund für das spätere Vergessen: Die horrenden Anforderungen an die Sängerinnen und Sänger, nicht nur in den beiden Titelrollen.
Das Rossini-Festival von Pesaro, Rossinis Geburtsort, hat diesen Sommer diese Sänger zusammenbekommen, angeführt vom Tenor Juan Diego Flórez und der Sopranistin Pretty Yende. Makellose Spitzentöne, Leichtigkeit und Glanz sind hier zu bewundern in einer musikalisch überzeugenden Produktion.

Gioacchino Rossini: Ricciardo e Zoraide.
Oper in 2 Akten auf ein Libretto von Francesco Berio di Salsa

Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI
Coro del Teatro Ventidio Basso
Giacomo Sagripanti, Leitung
Sergei Romanovsky, Tenor (Agorante)
Pretty Yende, Sopran (Zoraide)
Juan Diego Flórez, Tenor (Ricciardo)
Nicola Ulivieri, Bass (Ircano)
Victoria Yarovaya, Mezzosopran (Zomira)
Xabier Anduaga, Tenor (Ernesto)
Sofia Mchedlishvili, Sopran (Fatima)
Martiniana Antonie, Mezzosopran (Elmira)
Ruzil Gatin, Tenor (Zamorre)

Aufführung vom 11. August 2018, Adriatic Arena, Pesaro (Rossini Opera Festival)

Diese Oper steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Moritz Weber