Robert Schumann: Das Paradies und die Peri. Oratorium op. 50

Für Simon Rattle ist es klar: Robert Schumanns «Das Paradies und die Peri» ist das Meisterwerk der Romantik, das man zwar fast nie hört, das man aber braucht zum Glücklichsein.

Für Rattle ist es sogar eines der Stücke, das er mitnehmen würde auf die einsame Insel. Denn Schumanns Oratorium (in dem von einer Fee erzählt wird, die Eintritt sucht ins Paradies) ist nicht nur voll berührender Musik. Es ist auch ein Stück, das eine kindliche Neugier ausstrahlt, eine Freude am Entdecken und am puren Glück.

Schumann, so meint Rattle, hat als Komponist etwas Selbstloses. Als «die Peri» den Schlüssel zum Eintritt ins Paradies schliesslich findet, erfindet Schumann keine eigene Musik, sondern zitiert Bach. Also das für ihn musikalisch Reinste, und wohl so etwas wie ein eigener, persönlicher Zugang zum Paradies. «What a wonderful man», meint Rattle.

London Symphony Orchestra
London Symphony Chorus
Simon Rattle, Leitung
Sally Matthews, Sopran (Peri)
Mark Padmore, Tenor (Erzähler)
Kate Royal, Sopran
Bernarda Fink, Alt
Andrew Staples, Tenor
Florian Boesch, Bass

Konzert vom 11. Januar 2015, Barbican Hall, London

Redaktion: Mariel Kreis