Bes(ch)wingt durch die Krise

Die Gäste bleiben aus, Kündigungen stehen ins Haus. Was tun? Rebellieren! Genau das hat man im ehrenwerten Hotel «Cornichon Grand» im Theater Hechtplatz in Zürich vor. Dafür bedient man sich zwar beim legendären Cabaret Cornichon, aber wirkt dennoch kein bisschen verstaubt.

Cornichon Grand im Theater Hechtplatz Zürich.
Bildlegende: Cornichon Grand im Theater Hechtplatz Zürich. SRF

Die Zeiten sind düster, es herrscht Flaute im «Cornichon Grand». Die Direktorin weiss keinen Rat mehr,  die Angestellten fürchten um ihre Stelle. Eine Horrorszenario für alle, die in der Tourismusbranche tätig sind. Während der aktuellen Wirtschaftslage aber eine durchaus plausible Situation.

Cornichon zur Blütezeit

Wie sollen nun die Nummern des Cabaret Cornichon in diese Rahmenhandlung passen? Zur Blütezeit des Cornichon war der drohende Nationalsozialismus die treibende Kraft. Bissig  und gesellschaftskritisch lehnte sich die Künstlergruppe gegen die drohende Gefahr auf.

Nicht nur hochpolitisch

Schön und gut, aber passt der Humor denn in die heutige Zeit? «Mehr denn je», ist man sich bei den Verantwortlichen sicher. Was viele nicht wissen ist, dass das Cabaret Cornichon nicht nur hochpolitisch, sondern vor allem hochamüsant war.

Krisentotsch und Alperose

Dementsprechend witzig, publikumsnah, berührend und natürlich auch mit einer Prise Ironie swingt und singt man sich im «Cornichon Grand» durch die Krise. Die Besucher dürfen  sich über Cornichon-Glanznummern wie «Der Kettensprenger», oder «Alperose» freuen.

Eine Hommage an das legendäre Cabaret Cornichon. Mitreissendes Musiktheater, welches Erinnerungen weckt, hochaktuell, aber kein bisschen nostalgisch verklärend ist.

Ort: Theater am Hechtplatz Zürich

Termine: 28. April bis 20. Mai 2012

Autor/in: Eric Dauer, Moderation: Jörg Stoller, Redaktion: Eric Dauer