Gartenarbeit als Therapie

Salat setzen, Blumen giessen, Unkraut jäten – Gartenarbeit tut gut. So gut, dass gewisse Spitäler und Pflegeheime sie als Therapie anbieten. Doch welche Krankeiten lassen sich mit Gärtnern behandeln?

Ein Gartenzwerg steht inmitten von grünen Pflanzen.
Bildlegende: Gartenarbeit: Gesunde Bewegung und sinnliches Erlebnis. Keystone

«Mehrere wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich der Gesundheitszustand gewisser Patienten verbessert, wenn sie unter Anleitung Gartenarbeit leisten», sagt SRF-Wissenschaftsredaktorin Anita Vonmont. Chronische Schmerzen könne sie zwar nicht heilen, aber lindern.

Wo hilft die Gartenarbeit?

Gartenarbeit hilft etwa bei schweren Depressionen. Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten erholen sich dank Gartenarbeit schneller. In der Schweiz kommt die Gartenarbeit vor allem in der Alterspflege (Demenzkranke) und in Rehabilitationskliniken (z.B. Schmerzpatienten mit chronischen Rückenschmerzen) zum Einsatz.

So funktioniert die Gartentherapie

Im Therapiegarten werden die Patienten begleitet, zum Beispiel von einem dafür ausgebildeten Physiotherapeuten. Er schaut, dass sie sich richtig bewegen, die Dinge richtig anpacken und auch genügend Pausen einlegen. «In der Gartentherapie geht es besonders darum, die starke sinnliche Wirkung des Gartens aufzunehmen», so Vonmont. So komme man auf andere Gedanken und werde von den Schmerzen abgelenkt.

Auch habe Gartentherapie zum Ziel, den Patienten aufzuzeigen, wie viel sie – trotz Schmerzen – noch machen können, wo ihre Grenzen liegen, so Vonmont: «Denn Schmerzpatienten haben die Tendenz, sich wegen der andauernden Schmerzen immer mehr einzuschränken.»

Autor/in: schis, Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Sandra Schiess