«Heb di fescht»- Der Rückblick auf eine Fasnacht, die keine war

Die Fasnacht ist aus Trotz geboren. Dieser alte Satz bewahrheitet sich einmal mehr. Denn trotz des Verbots durch Bundesrat und Regierung war in Basel Fasnacht. In Privatwohnungen, kleinen Kneipen oder immer dann, wenn Ruedi Geburtstag hat.

Zwei bunt verkleidete Personen am Piccolo spielen an der Basler Fasnacht
Bildlegende: Keystone / GEORGIOS KEFALAS

Ja, es war ein Schock, als die Basler Regierung aufgrund der Weisung des Bundesrates wegen des Corona-Virus die Fasnacht verbot. Tagelang fühlte man sich wie geohrfeigt, denn nach wie vor ist die Fasnacht das Heiligste, was Basel zu bieten hat.

Jetzt – nach der Fasnacht – kann man feststellen, dass es trotzdem eine Fasnacht gegeben hat. Keine offizielle natürlich und dank der breiten Solidarität der Bevölkerung mit dem Entscheid auch keine erzwungene, sondern eher eine der Energie. Eine, die man spürt.

Denn eines ist klar: Fasnacht ist. Ob man nun mitmacht oder nicht. Wie Weihnachten. Oder Grippewelle. Und sollte praktischerweise auch Ruedi noch Geburtstag haben und eine kleine Feier im privaten Rahmen veranstalten, gibt es auch eine kleine Chance auf einen halbwegs legalen Schnitzelbankauftritt.

Der Rückblick auf die Basler Fasnacht 2020. Eine Fasnachtssendung über eine Fasnacht, die keine war.

Moderation: Michael Luisier, Redaktion: Michael Luisier