Altersschwerhörigkeit: natürlicher Alterungsprozess

Die Altersschwerhörigkeit ist ein ganz natürlicher Prozess, der bei fast jedem Menschen ab dem fünften Lebensjahrzehnt einsetzt. In der Regel nimmt das Hörvermögen langsam auf beiden Ohren ab.

Die Altersschwerhörigkeit beginnt oft ab dem 50. Lebensjahr.
Bildlegende: Die Altersschwerhörigkeit beginnt oft ab dem 50. Lebensjahr. colourbox

Alterungsprozesse beeinträchtigen das Innenohr mit seinen Sinneszellen (Haarzellen), den Hörnerv, sowie die Hirnbereiche, die für eine Weiterverarbeitung der Signale notwendig sind.

Den Hörverlust ausgleichen

Die Altersschwerhörigkeit kann durch verschiedene Faktoren beschleunigt werden. Dazu zählen Krankheiten wie Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Lärm, Umweltfaktoren (z.B. Gifte) oder Medikamente, die das Ohr schädigen, oder Genussgifte wie Nikotin.

Das ursprüngliche Hörvermögen lässt sich nicht wiederherstellen. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, um den Hörverlust auszugleichen und das Sprachverständnis zu verbessern. Fehlende akustische Informationen können über die Augen ergänzt werden, beispielsweise durch Lippenablesen.

Zu den üblichen Behandlungsmöglichkeiten zählen:

• Möglichst frühzeitige Versorgung mit einem Hörgerät, ggf. in Kombination mit einem Hörtraining
• Telefonlautsprecher-Verstärker
• Optische Signalhilfsmittel für zu Hause
• Lippenablesetraining
• Bei beginnender Isolation sind gezielte Maßnahmen und ein direktes Kommunikationsverhalten notwendig, um Schwerhörige zu integrieren.
• Bei Depressionen und Angsterkrankungen kann eine Psychotherapie hilfreich sein.

Redaktion: Christine Schulthess