Behandlung einer Futtermittel-Allergie

Eine Futtermittel-Allergie wird bei Tieren meist durch das im Futter vorhandene Eiweiss ausgelöst. Werden Eiweisse nicht richtig verdaut, kommen sie mit dem Immunssystem der Darmwand in Kontakt und lösen eine Allergie aus.

Mögliche Symptome einer Futtermittel-Allergie sind: Juckreiz, Hautrötung, Magen-Darmprobleme, Erbrechen und/oder Durchfall. Eine Allergie lässt sich nicht einfach diagnostizieren. Die Reaktion auf unverträgliches Futter zeigt sich bei Hund oder Katze zum Teil erst nach Wochen.

Allergie auslösende Stoffe eliminieren

Bei Verdacht auf eine Futtermittel-Allergie verordnet der Tierarzt eine sogenannte Eliminations-Diät. Das heisst: Die Bestandteile im bisherigen Futter werden unter die Lupe genommen. So findet man heraus, welche Eiweisse oder Kohlenhydrate das Tier bisher noch nie zu sich genommen hat. Diese werden werden dem Tier während acht bis zehn Wochen gefüttert. Handelt es sich beim Tier um einen Futtermittel-Allergiker, würden die bisherigen Symptome durch diese Diät verschwinden.

Ist dies der Fall, geht man wieder zurück zum alten Futter und provoziert, indem man dem Futter wieder andere Komponenten beimischt. Innerhalb einer Woche würde sich die Allergie erneut zeigen und man wüsste, welcher Bestandteil im Futter dafür verantwortlich ist.

Im Gespräch mit Jill Keiser spricht Tierarzt Enrico Clavadetscher über Futtermittel-Allergie bei Hunden und Katzen. Ausserdem erklärt er das aufwändige Verfahren für Diagnose und Behandlung einer Allergie.

Autor/in: Jill Esther Keiser