Dr. Google weiss auch nicht alles!

Gesundheit

Tats früher weh, ging man zum Arzt. Tuts heute weh, googelt man erst einmal die Symptome. Nicht selten kommt man so relativ schnell auf relativ ernste gesundheitliche Probleme. Es lohnt sich also, die Diagnosen aus dem Internet kritisch zu hinterfragen.

Laptop-Bildschirm mit Ärzten.
Bildlegende: Medizinische Informationen aus dem Internet sollte man kritisch hinterfragen. colourbox.com

Im Internet gibt es sogenannte «Symptom-Checker». Also Internetseiten, wo man seine Symptome eingeben kann und dann eine oder mehrere Diagnosen erhält. Ein Forscherteam aus den USA hat diese Diagnostik-Tools geprüft. Das Ergebnis spricht für sich: In zwei Drittel aller Fälle lagen die Symptom-Checker daneben.

Auch Hausarzt Christoph Stirnimann hat ein solches Diagnostik-Tool ausprobiert: «Ich habe typische Magen-Darm-Grippe-Symptome eingegeben. Doch die Magen-Darm-Grippe kam in der Diagnosen-Auswahl nicht vor!»

Der Hausarzt aus Stäfa betont: «Ich persönlich schätze es sehr, wenn sich Patienten im Internet informieren und selber auch ihre Ideen, Anregungen und Bedenken einbringen. Auf der andern Seite kann die gegoogelte Information je nach Homepagebetreiber auch fehlerhaft oder interessengebunden sein oder sie kann zu unnötiger Verunsicherung führen.»

Es lohnt sich also, die Information im Internet kritisch zu hinterfragen und im Zweifelsfall mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen.