Ein «intelligentes» Pflegebett, das mitdenkt

Senioren

Wird das Gewebe zu wenig durchblutet, entstehen Schmerzen. Deshalb bewegen sich gesunde Menschen im Schlaf durchschnittlich zwei- bis viermal pro Stunde. Bei Menschen mit Lähmungen oder stark sedierten Menschen funktioniert das nicht mehr.

Eine Platte unter der Matratze misst die Bewegungen des Patienten und gibt diese an den Sensor am Bettrand weiter. Der Sensor gibt bei Bedarf (wenn sich Patient lange nicht mehr bewegt hat) Alarm.
Bildlegende: Eine Platte unter der Matratze misst die Bewegungen des Patienten und gibt diese an den Sensor am Bettrand weiter. Der Sensor gibt bei Bedarf (wenn sich Patient lange nicht mehr bewegt hat) Alarm. Empa

Ein intelligentes Bett soll diese Patienten mit Hilfe eines Sensors von allein bewegen.

Neu kommt ein Überwachungssystem auf den Markt, das es dem Pflegepersonal erlaubt, die Mobilität bettlägeriger Menschen objektiv zu erfassen. Entwickelt wurde das System zur Dekubitusprophylaxe (= Druckgeschwürprophylaxe) von Forschern der Empa und ETH.

Ziel ist ein komplettes Pflegebettsystem, das die Bewegungen eines gesunden Menschen während des Schlafs imitiert und so die Patientinnen stetig und sanft umlagert. Bewegt sich der Patient von allein, dann wird das System nicht aktiv.

Das Pflegebettsystem soll zur Entlastung vom Pflegepersonal in Heimen und Spitälern und auch im privaten Bereich zum Einsatz kommen.

Redaktion: Christine Schulthess