Feigenbaum und Feigenfrüchte

Feigen aus dem eigenen Garten sind ein Traum. Leider haben bei uns viele Feigenbäume den letzten Winter nicht überlebt. Pflanzendoktor Hermann Zulauf erklärt, worauf beim Kauf einer neuen Feige zu achten ist.

Feigenbaum und Feigenfrüchte.
Bildlegende: Feigenbaum und Feigenfrüchte.

Hermann Zulauf warnt davor, Feigenholz oder -pflanzen aus warmen Ländern heimzubringen. In der Heimat des Feigenbaums leistet die Gallwespe einen wesentlichen Beitrag an der Befruchtung. In unseren Breitengraden kann die Gallwespe nicht überleben. Ohne sie bleibt die Befruchtung aus, die Früchte bleiben klein, werden gelb, schrumpfen, fallen ab und bleiben ungeniessbar.

Saftig-süsse Früchte

Der Feigenbaum benötigt im Sommer viel Wärme. Können wir ihm einen geschützten sonnigen Standort geben, lassen sich auch bei uns nördlich der Alpen reife Früchte ernten, sofern wir ihn richtig pflegen. Die Pflanze benötigt im Sommer viel Wasser, sonst fallen die reifenden Früchte ab. Der Boden sollte aber gut durchlässig sein, damit die Wurzeln der häufigen Wassergaben wegen nicht unter Luftmangel leiden und faulen.

Bis zu dreimal im Jahr treibt der Feigenbaum Blütenstände aus den Blattachseln. Die Frucht besteht aus unzähligen einzelnen Steinfrüchtchen, die an der Innenseite der umgestülpten Blütenachse angeordnet sind, von aussen nur durch eine kleine Öffnung zugänglich. Die Blütenachse samt den Nüsschen ist essbar. Sie ist fleischig, bei voller Reife im günstigen Klima saftig und süss.

Im Gespräch mit Bernhard Siegmann spricht Pflanzendoktor Hermann Zulauf über den richtigen Schnitt und die optimale Pflege von Feigenbäumen. Ausführliche Infomationen enthält das angefügte Merkblatt «Feigenbaum und Feigenfrüchte».

Redaktion: Bernhard Siegmann