Flurgeschichten

Brauchtum

Flurnamen wecken unser Interesse: Warum heisst ein Ort im Luzernischen Meierskappel «Nüseeland»? Was hat der «Amerikanerblätz» im Solothurnischen Hägendorf mit Amerika zu tun? Flurnamen geben oft einen Blick frei in die ferne oder auch nahe Vergangenheit unserer Landschaft und unserer Vorfahren.

Bücherrücken neue Namenbücher
Bildlegende: Die neuen Namenbücher aus Luzern und Solothurn SRF

Die Geschichte, die hinter einem Namen steckt, ist oft ganz anders als zunächst vermutet, oft viel simpler: «Nüseeland» meint nicht den Inselstaat im Pazifik, sondern bedeutet «neues Land, das durch Aufschüttung oder Absenkung des (Zuger)Sees gewonnen wurde». Und beim «Amerikanerblätz» wurde Mitte 19. Jahrhundert viel Wald gerodet und verkauft, um die Schulden zu tilgen, welche die Gemeinde gemacht hatte, um die Reisekosten von Auswanderern nach Amerika zu bezahlen.

Solche Geschichten stehen in den beiden neu erschienenen Flurnamenbüchern aus Luzern und Solothurn: «Habsburg. Die Orts- und Flurnamen des östlichen Amtes Luzern» ist der dritte Band des Luzerner Namenbuches. Markus Gasser stellt sie im «Musikwelle Magazin» vor.

Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Markus Gasser