Glyzinen - eine besondere Augenweide

Die Glyzine, auch Blauregen genannt, gehört in der Schweiz zu den beliebtesten Kletterpflanzen. Im April und Mai deckt sie ganze Fassaden und Balkone mit einem blauen Blütenmeer ein.

Wunderschöne Blütenpracht.
Bildlegende: Wunderschöne Blütenpracht.

Die Glyzine braucht nicht viel Pflege und ist für Krankheiten nur schwach anfällig. Trotzdem sind ein paar Tipps beachtenswert, damit man sich an der Pflanze lange erfreuen kann.

Tipps gegen Blühfaulheit

Es kommt vor, dass die Glyzinen nach der Pflanzung jahrelang nicht blühen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Vielleicht ist der Boden zu schwer und zu nass, die Pflanze hat «kalte Füsse».

Lebenslang faule Blüher sind vor allem die billig aus Samen vermehrten Pflanzen. Sie wachsen sehr stark, sind aber nur mit Mühe zum Blühen zu bringen. Wertvolle veredelte Glyzinen hingegen blühen fast ausnahmslos jedes Jahr überreich, besonders nach dem vierten bis fünften Pflanzjahr. Blüht die Glyzine also nicht nach dieser Zeit, so kann es sich um einen Sämling handeln, der ruhig ausgehackt und durch eine bessere, veredelte Pflanze ersetzt werden kann.

Ein weiterer Grund für Blühfaultheit ist falscher Schnitt im Sommer und im Winter. Glyzinen sind ähnlich wie Reben oder Kiwis zu schneiden, nur etwas kürzer.

Im Gespräch mit Bernhard Siegmann erklärt Pflanzendoktor Hermann Zulauf, worauf bei der Pflege von Glyzinen ausserdem zu achten ist. Ausführliche Informationen sind ebenfalls im angefügten Merkblatt enthalten.

Redaktion: Bernhard Siegmann