Groppenfasnacht in Ermatingen

Die «späteste Fasnacht der Welt» findet drei Wochen vor Ostern im thurgauischen Ermatingen statt. Während an anderen Orten die Fastenzeit angebrochen ist, wird an der Groppenfasnacht noch ausgelassen gefeiert.

Höhepunkt der Groppenfasnacht ist der Groppenumzug, angeführt von «König Gropp». Es folgen Fischer, die ihren Fang zeigen, Schilfungeheuer, Frösche und ähnliche Figuren. Verschiedene Gruppen inszenieren Frühlings- und Märchenthemen und zahlreiche Guggen spielen ihr Fasnachts-Repertoire.

Nach der Legende entstand die Groppenfasnacht zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Das ärmliche Fischerdorf Ermatingen gehörte damals zum Bistum Konstanz. Während den turbulenten Ereignissen am dortigen Konzil, soll das Dorf zwischen 1414 und 1418 mehrfach von geistlichen Würdenträgern besucht worden sein.

Autor/in: Kurt Zurfluh