Haarausfall: Nicht nur im Frühling ein Problem

Gesundheit

Im Frühling verlieren nicht nur die Tiere ihr Fell, auch die Menschen verlieren mehr Haare. Wann ist es aber Haarausfall? 60 Prozent der Männer sind betroffen. Bei den Frauen leiden 50 Prozent der über 60-jährigen unter Haarausfall, die einen mehr, die anderen weniger.

Eine junge Frau blickt entsetzt auf ihre Haarbürste.
Bildlegende: Nur keine Panik! Haare verlieren ist eine natürliche Sache. Ist der Haarausfall aber übermässig stark, lässt er sich mit entsprechenden Mitteln bremsen. istockphoto

Der Mensch verliert bis 100 Haare pro Tag. Die meisten verlieren rund die Hälfte davon, sagt Thomas Kündig, Dermatologe und Leiter der Haarsprechstunde am Universitätsspital in Zürich.

Minoxidil und Finasterid

All die in der Werbung gepriesenen Shampoos, Pillen und Wässerchen gegen Haarausfall nützen nicht wirklich, sagt Kündig. Was einzig wirke, sei der chemische Stoff Minoxidil. In niedriger Konzentration ist dieser ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Der chemische Stoff, der den Männern beim testosteronbedingten Haarausfall hilft heisst Finasterid.

Kündig empfiehlt aber in jedem Fall vor der Behandlung mit Minoxidil einen Besuch beim Arzt. Denn Haarausfall sei nicht selten ein Indiz für andere Krankheiten, wie zum Beispiel Eisenmangel oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse.

Redaktion: Regula Zehnder