Herbst-Zeitlose und Eisenhut

Die Herbst-Zeitlose und der Eisenhut sind Giftpflanzen, die sorgfältig dosiert in der Medizin zum Einsatz kommen. Das Gift der Herbst-Zeitlosen hilft zum Beispiel gegen Mittelmeeer-Fieber.

Die Herbst-Zeitlose in voller Blüte.
Bildlegende: Die Herbst-Zeitlose in voller Blüte.

Die Herbst-Zeitlose stammt ursprünglich aus Westasien und ist heute vor allem in Süd-, Mittel- und Westeuropa verbreitet. Sie wächst auf feuchten Wiesen, die viele Nährstoffe enthalten. Die Herbst-Zeitlose enthält das Zellgift Colchizin, das die Zellteilung hemmen könnte. Diese Giftpflanze kann erhebliche Schäden anrichten und unter Umständen sogar zum Tod führen. Bei der richtigen Dosierung für Medikamente ist also grösste Sorgfalt geboten. In der Forschung wird das Gift bei Experimenten eingesetzt, bei denen das Zellwachstum unterbrochen werden soll.

Der Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen Europas. Weil er so gefährlich ist, wird er in der herkömmlichen Medizin nicht mehr eingesetzt. In der Homöopathie werden minimale Mengen von Eisenhut für Tinkturen verwendet.

Autor/in: Jill Esther Keiser