Hormon-Implantate für Hunden und Katzen

Als Alternative zu einer Kastration bieten sich für Hunde und Katzen Hormon-Implantate an. Salopp ausgedrückt handelt es sich dabei um Anti-Testosteron. Es bewirkt, dass im Körper kein Geschlechts-Hormon mehr gebildet wird.

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Der Entscheid für ein Hormon-Implantat als Alternative zur Kastration fällt aus verschiedenen Gründen: vielleicht will man später einen Hund noch in der Zucht einsetzen, oder man hat Angst vor den Folgen einer Kastration.

Andere Gründe sind medizinischer Natur. Es gibt bestimmte Krankheiten, bei denen es sinnvoll ist, dem Körper Testosteron zu entziehen. Zum Beispiel bei sehr alten Hunden mit Prostata-Erkrankung, denen man eine Operation ersparen möchte.

An Stelle von Implantaten gibt es auch Anti-Testosteron-Spritzen. Eine Spritze wirkt sehr schnell, bei einem Implantat kann es bis zu sechs Wochen dauern, bis die Wirkung eintritt.

Im Gespräch mit Jill Keiser spricht Tierarzt Enrico Clavadetscher über Hormon-Implantate als Alternative zur Kastration. Er erklärt, wie solche Implantate eingesetzt werden und welche allfälligen Nebenwirkungen auftreten können.

Autor/in: Jill Esther Keiser